Aktualisiert 21.03.2013 10:19

MedienTamedia schreibt 152 Millionen Franken Gewinn

Der Schweizer Medienkonzern Tamedia schreibt bei einem Umsatz von 1,052 Milliarden Franken einen Gewinn von 152 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

von
aeg
Umsatz und Gewinn gehen bei der Tamedia 2012 zurück.

Umsatz und Gewinn gehen bei der Tamedia 2012 zurück.

Der Medienkonzern Tamedia, zu dem auch 20 Minuten gehört, hat im vergangenen Geschäftsjahr deutlich weniger Gewinn erzielt. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 152 Mio. Franken. Das sind 15 Prozent weniger als noch 2011.

Das Betriebsergebnis vor Steuern (Ebit) betrug 143 Mio. Franken, was einem Rückgang um 20,9 Prozent entspricht, wie Tamedia am Donnerstag bekannt gab. Auch beim Umsatz musste der Konzern Einbussen hinnehmen. Der Betriebsertrag der Tamedia-Gruppe schrumpfte um 5,8 Prozent auf 1,052 Mrd. Franken.

Mit 11,6 Prozent besonders hoch war die Umsatzeinbusse im Bereich Print Regional, welcher durch rückläufige Print-Werbeeinnahmen geprägt gewesen seien, wie es von Seiten der Tamedia hiess. Durch Effizienzsteigerung ging das Betriebsergebnis (Ebitda) der Sparte, zu der alle Regionalzeitungen, der «Tages-Anzeiger» und die Druckereien gehören, allerdings nur wenig zurück.

Anders beim Geschäftsfeld Print National mit den Pendlerzeitungen, Wochenzeitungen und den Zeitschriften. Hier ging der Umsatz mit 6,3 Prozent verhältnismässig weniger stark zurück. Auf Stufe Ebitda verlor der Konzern allerdings über 15 Prozent.

Der Bereich Digital steigerte zwar den Umsatz leicht um 2,7 Prozent, die Profitabilität des Geschäftsbereichs liess jedoch deutlich nach. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen fiel um über 50 Prozent. Das Geschäftsfeld sei von einer enttäuschenden Display-Werbemarktentwicklung sowie einer zunehmenden Verlagerung der Nutzung hin zu mobilen Geräten geprägt gewesen, schreibt Tamedia. (aeg/sda)

Tagi Online künftig nicht mehr gratis Ab Dezember 2013 führt Tamnedia eine Paywall für die Online-Ausgabe des Tages-Anzeiger (TA), später für die Regional- und Sonntagszeitungen, ein. Wie an der Bilanz-Medienkonferenz vom Donnerstag ausgeführt wurde, sollen mit der TA-Paywall erst einmal Erfahrungen gesammelt werden. Ab Frühling 2014 werden dann auch die Inhalte der Tamedia-Regionalzeitungen kostenpflichtig. Welches Bezahlmodell für welche Medien gelte, werde individuell entschieden, hiess es.

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