Ergebnis 2011: Tamedia steigert den Gewinn
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Ergebnis 2011Tamedia steigert den Gewinn

Der Medienkonzern Tamedia hat ein höchst erfolgreiches Jahr hinter sich: Im Jahr 2011 konnte der Gewinn um 60 Prozent gesteigert werden. Der Zukauf von Edipresse fiel besonders ins Gewicht.

Sieht einer gelassenen Zukunft entgegen: Der Zürcher Medienkonzern Tamedia.

Sieht einer gelassenen Zukunft entgegen: Der Zürcher Medienkonzern Tamedia.

Der Mediengruppe Tamedia, zu dem auch 20 Minuten Online gehört, hat 2011 das beste Jahresergebnis in der Geschichte des Unternehmens erwirtschaftet, wie Verwaltungsratspräsident Pietro Supino am Mittwoch vor den Medien sagte. Unter dem Strich verdiente Tamedia mit 178,8 Mio. Franken 61,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zum guten Ergebnis beigetragen hätten nicht nur die bisherigen Medien von Tamedia, sondern auch die Zeitungen, Zeitschriften und digitalen Medien von Edipresse Suisse. Die Rentabilität der durch den Kauf von Edipresse neu zu Tamedia gehörenden Westschweizer Medien seien «absolut vergleichbar» mit jener der Medien in der Deutschschweiz.

Nach dem Wachstum der vergangenen Jahre stand das Jahr 2011 laut Supino im Zeichen der Konsolidierung und der Konzentration auf Tages- und Sonntagszeitungen, auf Publikumszeitschriften und auf digitale Medien. Von seinen Radio- und Fernsehsendern und diversen Fachzeitschriften hat sich Tamedia im letzten Jahr getrennt.

Insgesamt wurden nicht weniger als 21 Medien und Beteiligungen verkauft, unter anderem Traditionstitel wie der «Schweizer Bauer» und die «Automobil Revue». Für sie löste Tamedia insgesamt über 100 Mio. Franken, wie Konzernchef Martin Kall ausführte. Unter dem Strich resultierte ein Buchgewinn von über 25 Mio. Franken, was sich positiv auf den Jahresabschluss 2011 niederschlägt.

Besonders erfreulich ist laut Kall, dass für alle abgestossenen Medien engagierte neue Eigentümer gefunden worden seien, die sämtliche 293 Mitarbeitenden übernommen hätten.

1,1 Mrd. Franken Umsatz

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erreichte 168,8 Mio. Franken. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 48,9 Prozent. Den Umsatz steigerte Tamedia um 48,3 Prozent auf 1,105 Mrd. Franken. Edipresse Suisse und weitere Akquisitionen haben 348,4 Mio. Fr. zum Umsatzanstieg beigetragen.

Die Werbeeinnahmen der regionalen Tages- und Wochenzeitungen waren laut Kall fast ausnahmslos rückläufig. Auch mit höheren Abonnementspreisen habe dies nicht aufgefangen werden können. Die Ergebnisverbesserung in diesem Bereich sei ausschliesslich auf Effizienzsteigerungen zurückzuführen. Bei den nationalen Printmedien haben vor allem die Pendlerzeitungen und die Zeitschriften zum guten Ergebnis beigetragen.

Die Werbeumsätze gingen Ende 2011 deutlich zurück, und waren auch Anfang 2012 geringer. Ob die positiven Zahlen im März bereits eine Trendwende darstellen, lässt sich laut Kall nicht sagen.

In digitale Medien investieren

Bereits einen Umsatzanteil von 12 Prozent hatten letztes Jahr die digitalen Medien. Deren fast 500 Mitarbeitenden haben einen Umsatz von 130 Mio. Franken erwirtschaftet. Aufgrund der hohen Investitionen resultierte allerdings ein Verlust in zweistelliger Millionenhöhe.

Tamedia wird gemäss Kall dennoch weiterhin mit voller Kraft in neue digitale Projekte investieren, auch wenn branchenweit voraussichtlich langfristig deutlich weniger als die Hälfte der Projekte erfolgreich sein werden.

Noch unklar ist für Supino, wie die Newsportal-Nutzung per Smartphone kommerzialisiert werden kann. Es gebe «unglaublich viele Nutzer mit mobilen Geräten», aber noch keine taugliche Möglichkeit zur Platzierung von Werbung.

8 Mio. Franken für Mitarbeitende

Der Verwaltungsrat beantragt die Ausschüttung einer Dividende von 5,75 Franken pro Aktie, was gemessen am Wert einer Tamedia-Aktie einer Dividendenrendite von 4,9 Prozent entspricht. Letztes Jahr betrug die Dividende 4,00 Franken.

Die über 4000 Mitarbeitenden werden mit 8 Mio. Franken am Unternehmensgewinn beteiligt. Sie können dabei entscheiden, ob sie den ihnen zustehenden Betrag in bar oder in Form von Aktien beziehen möchten. (sda)

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