Hitzfeld-Nachfolge: Tami, Pont, Gross oder ein Mister X?

Aktualisiert

Hitzfeld-NachfolgeTami, Pont, Gross oder ein Mister X?

Mit Marcel Kollers Absage als Trainer der Schweizer Fussball-Nati geht beim SFV die Trainer-Evaluation weiter. Kandidaten für die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld gibt es viele.

von
heg

Marcel Koller lässt unseren östlichen Fussball-Nachbarn nicht hängen. Der 52-jährige Zürcher bleibt Trainer der österreichischen Fussball-Nati und gibt seinem Heimatland einen Korb. «Dies war, auf den Fussball bezogen, die schwierigste Entscheidung, welche ich in meiner Karriere treffen musste. Aber ich habe vor zwei Jahren das Projekt beim ÖFB begonnen und ich will es weiterführen», begründet Koller seinen Entscheid.

Nach der Absage des Wunschkandidaten muss der Schweizerische Fussballverband SFV die Suche nach einem Nachfolger von Ottmar Hitzfeld also weiterführen. Kandidaten findet er in den eigenen Reihen, aber auch externe Namen sind interessant.

Kommt gar ein Mister X?

Mit Pierluigi Tami könnte der SFV seinen U21-Coach nachziehen. Der 52-jährige Tessiner hat einen guten Leistungsausweis mit dem Nachwuchs vorzuweisen und wäre eine naheliegende Lösung. 2011 coachte Tami die U21 in den EM-Final und belegte mit ihr den zweiten Platz. Auch Hitzfelds Assistent Michel Pont wäre ein valabler Kandidat. Er assistierte bereits Köbi Kuhn und kennt die Nati aus dem Effeff.

Konzentriert sich der Schweizerische Fussballverband eher auf einen bisherigen Klubtrainer, steht immer noch der Name Christian Gross im Raum. Der ehemalige YB-Coach ist seit Ende April 2012 ohne Job und konnte sich kürzlich mit dem 1. FC Nürnberg nicht auf ein Engagement einigen. Auch arbeitslos sind Ex-Chelsea-Coach Roberto Di Matteo, der ehemalige SFV- und Klubtrainer Bernard Challandes und Ex-GC-Coach Ciriaco Sforza.

Mit Murat Yakin und Vladimir Petkovic gibt es auch noch zwei Namen, die im Moment zwar einen Job haben, aber trotzdem nicht uninteressant sind. Yakin kennt den Schweizer Fussball bestens und ist ein aufstrebender Coach. Sein Vertrag beim FC Basel läuft im Sommer 2014 aus und momentan hört man nichts von Verhandlungen. Petkovic leistet bei Lazio Rom gute Arbeit und war in der Schweiz bei Lugano, Bellinzona, YB und Sion tätig.

Mehr Zeit als bei Koller

Der SFV muss sich bei der Suche nach Hitzfelds Nachfolger nicht mehr so beeilen, wie er dies bei Marcel Koller tat. Weil auch der österreichische Verband um eine Vertragsverlängerung mit dem Schweizer buhlte, musste sich der Schweizerische Fussballverband ins Zeug legen. Nun kann er sich mehr Zeit lassen. Vielleicht sogar bis im nächsten Frühling oder Sommer.

Deine Meinung