Miss-Schweiz-Wahl: Tamina Schneider: «Miss Stiefmami»
Aktualisiert

Miss-Schweiz-WahlTamina Schneider: «Miss Stiefmami»

Mutter darf eine Miss Schweiz nicht sein, Stiefmami dagegen schon. Andernfalls müsste
die Zürcherin Tamina Schneider an der Wahl am 26. September wohl passen.

von
Yvonne Zurbrügg

Sie heissen Gleidis (10) und Glenda (12) und leben beim Grossvater in Kuba. Ihr Vater Alexander Martinez (32), Leichtathletikprofi und Freund der Miss-Schweiz-Kandidatin Tamina Schneider (21), möchte seine Kinder gern zu sich holen. «Ich warte auf den Bescheid des Migrations­amtes, sicher ist aber noch nichts», bestätigte der Kubaner mit Schweizer Pass die Recherchen von 20 Minuten, obwohl er nicht gerne darüber spricht.

Die Mutter der beiden Mädchen wurde vor Monaten in den medizinischen Dienst einge­zogen – fünf Jahre lang schickt ­Kuba sie dorthin, wo Not herrscht. «Sie ist Ärztin», erklärt Martinez, «dieser Einsatz war nicht ihre freie Wahl.»

Sollten die Behörden dem Kindernachzug zustimmen, sind die beiden Mädchen vielleicht bald bei der neuen Miss Schweiz zuhause. Denn Tamina Schneider gehört zum engen Favoritinnenkreis an der Miss-Schweiz-Wahl. Im Januar dieses Jahres hat Tamina die beiden Mädchen kennengelernt. Sie ­begleitete Alexander nach Kuba – «wir haben uns auf Anhieb ­super verstanden», sagte Schneider gegenüber 20 Minuten.

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