Frauenförderung: Tandem fördert Frauen
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FrauenförderungTandem fördert Frauen

Frauen sind schlechter vernetzt als Männer und haben weniger gute Chancen, an ein politisches Amt zu kommen. Dem will die Grüne Partei Schweiz nun entgegen wirken.

Am Samstag haben sie ein nationales Förderungsprogramm lanciert. Kernstück ist ein Mentoring. Frauen sind schlechter vernetzt als Männer, sie haben weniger Selbstvertrauen und werden kritischer beurteilt - diese und weitere Antworten hat die Grüne Partei der Schweiz erhalten, als sie Anfang Jahr bei ihren Kantonalparteien nachfragte, weshalb der Frauenanteil in politischen Ämtern von Kanton zu Kanton stark schwanke.

Den festgestellten Frauenmangel wollen die Grünen nun angehen. Mit einer Veranstaltung in Bern haben sie am Samstag ein nationales Frauenförderungsprogramm lanciert. Ziel: noch mehr Frauen zu einem politischen Engagement bewegen und den Frauenanteil in allen Gremien erhöhen.

Von Erfahrenen lernen

Kernstück des neuen Programms ist ein Mentoring. Sogenannte Tandems mit je einer erfahrenen Politikerin und einer Interessentin sollen sich mehrmals jährlich treffen. Zudem werden Themen wie Rhetorik oder Medienarbeit an Veranstaltungen behandelt. In einer Pilotphase beteiligen sich sechs Kantone. Im Frühling 2010 sollen weitere folgen.

Wie die Grünen in einem Communiqué vom Samstag schreiben, stehe die Partei in Sachen Frauenförderung vergleichsweise gut da: Im Nationalrat betrage der Anteil der Frauen in der grünen Vertretung 50 Prozent, in den kantonalen Parlamenten im schweizweiten Durchschnitt 47,6 Prozent. In den Exekutiven seien die Frauen dagegen weniger gut vertreten.

(sda)

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