Aktualisiert 09.02.2015 16:29

Schinznacherfeld-Tunnel

Tanklaster stösst mit LKW zusammen – ein Fahrer tot

Im Schinznacherfeld-Tunnel sind zwei Lastwagen zusammengeprallt. Ein 36-jähriger Fahrer kam ums Leben. Die Strecke war über sieben Stunden gesperrt.

von
mlr/vro
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Ein Fahrer kam bei der Kollision zweier Laster am Morgen des 9. Februar im Schinznacherfeld-Tunnel ums Leben. Ein Sattelschlepper und ein mit Heizöl beladener Anhängerzug stiessen zusammen.

Ein Fahrer kam bei der Kollision zweier Laster am Morgen des 9. Februar im Schinznacherfeld-Tunnel ums Leben. Ein Sattelschlepper und ein mit Heizöl beladener Anhängerzug stiessen zusammen.

Keystone/Walter Bieri
Der 36-jährige Fahrer aus dem Kanton Glarus, der im hinteren Lastwagen sass, wurde in seiner Fahrerkabine eingeklemmt.

Der 36-jährige Fahrer aus dem Kanton Glarus, der im hinteren Lastwagen sass, wurde in seiner Fahrerkabine eingeklemmt.

Kantonspolizei Aargau
Er konnte erst nach Stunden geborgen werden. Das Dieselöl, das aus dem Tankanhänger lief, musste in ein anderes Fahrzeug und in den Tunnelschacht gepumpt werden.

Er konnte erst nach Stunden geborgen werden. Das Dieselöl, das aus dem Tankanhänger lief, musste in ein anderes Fahrzeug und in den Tunnelschacht gepumpt werden.

Kantonspolizei Aargau

Auf der A3 Basel Richtung Zürich hat es einen schweren Unfall im Schinznacherfeld-Tunnel gegeben. Laut der Kantonspolizei Aargau kollidierten am Morgen zwei Lastwagen, aus einem Tankanhänger floss Diesel-Öl aus. Ein schwerverletzter Fahrer erlag seinen Verletzungen.

Die A3 war vorerst in beiden Richtungen zwischen Lupfig und Frick AG vollständig gesperrt.Nach siebeneinhalb Stunden konnte die Autobahn für den Verkehr wieder freigegeben werden. Wie der Verkehrsdienst Viasuisse mitteilte, war das Nebenstrassennetz in den Morgenstunden überlastet. Auf der A3 staute sich der Verkehr über mehrere Kilometer.

Vorderer LKW bremste stark ab

Der Unfall ereignete sich laut Polizei gegen 8.30 Uhr. Dabei prallten ein Sattelmotorfahrzeug aus Deutschland und ein Anhängerzug aus dem Kanton Glarus, der mit Heizöl beladen war, zusammen. Vermutlich handelte es sich um einen Auffahrunfall, so der Sprecher. Der vordere Lastwagen habe offenbar stark gebremst, der Grund dafür ist unklar. Beide Fahrzeuge waren ineinander verkeilt. Der 36-jährige Fahrer des hinteren, mit Öl beladenen LKWs sei beim Aufprall in seiner Kabine eingeklemmt worden. Der Glarner starb am Unfallort und konnte erst nach mehreren Stunden geborgen werden. Der 32-jährige ungarische Chauffeur des mutmasslich vorausfahrenden Lastwagens blieb unverletzt.

Das auslaufende Öl sei in einen Schacht abgelassen worden, der jede halbe Stunde entleert wurde. Mittlerweile sind beide Fahrzeuge abgeschleppt worden. Der Fahrer des vorderen Lastwagens wird nun befragt und einer Blutprobe unterzogen. Ausserdem werden die Fahrtenschreiber der Laster ausgewertet, vom Strassenverkehrsamt folgt eine Expertise zur Strassentauglichkeit der Fahrzeuge. Auch die Handys der Fahrer sollen ausgewertet werden, um zu prüfen, ob einer von ihnen dadurch abgelenkt war.

Pendler stehen stundenlang im Stau

Leser-Reporter berichteten 20 Minuten, sie hätten stundenlang im Stau gestanden. Eine junge Frau, die von St. Gallen in Richtung Basel unterwegs war, kam vor der Ausfahrt Brugg zwei Stunden lang nicht vom Fleck. «Ich musste dringend aufs WC», so die Frau, «und zu spät zur Arbeit bin ich natürlich auch gekommen.»

Ein weiterer Fahrer, der gerade durch den Schinznacherfeld-Tunnel fuhr, als sich der Unfall ereignete, hatte mehr Glück: Er wartete nur eine gute halbe Stunde. Zu spät kam er aber dennoch. Andere Leser-Reporter berichten, mittlerweile seien auch die Hauptstrassen der Region verstopft.

Im Einsatz standen die Feuerwehren Frick und Baden, Kantons- und Regionalpolizei, Staatsanwaltschaft, Nationalstrassen-

Unterhaltsdienst NSNW, die Chemiewehr DSM

Sisseln, Ambulanz, Fachleute des Strassenverkehrsamtes und des Instituts für Rechtsmedizin Aarau. Um die Unfallursache zu klären, sucht die mobile Einsatzpolizei Schafisheim nun Zeugen. Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile eine Strafuntersuchung eröffnet.

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