Belp BE: Tankstellen-Katze droht das Tierheim

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Belp BETankstellen-Katze droht das Tierheim

Eine Katze hat sich in der Tamoil-Tankstelle in Belp BE an die Auslage rangemacht. Nun suchen ihre Besitzer nach einer Lösung.

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qll
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Katze Twix soll nach dem Naschen in der Tankstelle ins Tierheim.

Katze Twix soll nach dem Naschen in der Tankstelle ins Tierheim.

Leser-Reporter
«Jedoch wäre es uns lieber, wenn wir für Twix einen privaten Platz finden. Das Tierheim stellt für uns die letzte Lösung dar», sagt der Besitzer.

«Jedoch wäre es uns lieber, wenn wir für Twix einen privaten Platz finden. Das Tierheim stellt für uns die letzte Lösung dar», sagt der Besitzer.

zvg
Die Weggabe würde im Interesse der Öffentlichkeit folgen. Gemäss der Frau des Katzenhalters sind weder ihre Familie noch die Tamoil-Angestellten schuld daran, dass die Katze immer wieder zur Tankstelle geht. «Die Angestellten sind konsequent und schicken sie immer weg», sagt sie.

Die Weggabe würde im Interesse der Öffentlichkeit folgen. Gemäss der Frau des Katzenhalters sind weder ihre Familie noch die Tamoil-Angestellten schuld daran, dass die Katze immer wieder zur Tankstelle geht. «Die Angestellten sind konsequent und schicken sie immer weg», sagt sie.

Eine Katze taucht immer wieder in der Tamoil-Tankstelle mit angeschlossenem Avec-Shop in Belp BE auf. Dort lässt sie es sich gerne gut gehen, wie das Foto eines Leser-Reporters zeigt: Darauf ist zu sehen, wie die Katze am Sonntag an Landjägern naschte.

Das hat für die Geschäftsführerin der Tankstelle das Fass zum Überlaufen gebracht: «Ich habe heute den Besitzern klargemacht, dass es nicht mehr so weitergeht», sagt sie zu 20 Minuten. «Nun suchen die Halter nach einer Lösung, um die Katze von diesem Quartier zu entfernen.»

Findet die Katze einen Platz?

Die Besitzer der Katze bestätigen gegenüber 20 Minuten, dass sie «alles daran setzen, um die rund achteinhalb Jahre alte Katze davon abzuhalten, in die Tankstelle zu gehen». «Twix ist nun in unserem Haus und wir haben die Zusage von einem Tierheim erhalten, dass sie aufgenommen wird», sagt der Tierhalter. «Jedoch wäre es uns lieber, wenn wir für Twix einen privaten Platz finden. Das Tierheim stellt für uns die letzte Lösung dar.»

Die Weggabe erfolge im Interesse der Öffentlichkeit. Gemäss der Frau des Katzenhalters sind weder ihre Familie noch die Tamoil-Angestellten schuld daran, dass die Katze immer wieder zur Tankstelle geht.

«Besitzer sollten es noch einmal probieren»

Gemäss der tierpsychologischen Beraterin Maria Brunner sollten es die Besitzer in Absprache mit den Tankstellen-Mitarbeitern noch einmal mit der Katze probieren und sie nicht gleich weggeben. «Beispielsweise könnten sie ihr ein ausdehnbares Halsband mit einem Glöckchen anziehen, wodurch die Angestellten der Tankstelle die Katze hören würden», erklärt Brunner. «Diese könnten die Katze dann konsequent vertreiben.» Am besten ginge das mit einer Wassersprühdose oder einem Blasbalg. Brunner erklärt: «Katzen hassen Luft und Wasser. So würde es ihr verleiden, zur Tankstelle zu gehen.»

Dieser Lernprozess kann laut Brunner aber unter Umständen rund ein bis zwei Monate dauern. Das findet der Katzenbesitzer aber eine lange Zeit: «Bis diese Methode wirkt – wenn überhaupt – dauert es ja wieder eine Weile», sagt er. «Das ist nicht mehr zumutbar. Deshalb hilft nur noch die Suche nach einem neuen Plätzchen.»

Tierheim eine gute Lösung

Falls alles nichts bringt, findet auch Brunner eine Weggabe ins Tierheim sinnvoll. «Im Tierheim werden die Tiere gut betreut, beobachtet und dem Charakter und Verhalten entsprechend platziert.» Auch die private Platzierung sei eine Möglichkeit. «Dies setzt aber voraus, dass die jetzigen Halter das künftige Umfeld und die Halter prüfen, ob sie mit der Katze zusammen passen.»

Gemäss Brunner sollten die Besitzer aber darauf achten, dass die Platzierung nicht in der Nähe des jetzigen Wohnorts und der Tankstelle ist. «Es besteht sonst die Gefahr, dass die Katze in ihr ursprüngliches Zuhause und Streifgebiet zurückkehrt.»

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