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«Tapetenwechsel» reloaded – doch Schwule haben mehr Stil

Auf der einen Seite Wandmalereien im Kindergarten-Stil, auf der anderen Dildos als Kleiderhaken: Die Umzugsserie «Tapetenwechsel» geht in die zweite Runde – dabei ist die Konkurrenzsoap «Schwuler Blick macht Heteros schick» viel amüsanter.

Nach dem Erfolg der ersten Staffel lanciert das Schweizer Fernsehen ab 22. Mai die Fortsetzung der Zügel-Sendung «Tapetenwechsel». Gestern wurde bekannt, dass das Team um Susanne Kunz auf SF zwei erneut sechs Sendungen lang die Kartons packen darf. Der Erfolg erstaunt: unspektakuläre Stauräume hinter Türen und Wandmalereien, die nach Kinderzeichnungen aussahen – seit wann will das der Einrichtungslaie sehen? Zudem sah das Endresultat von «Tapetenwechsel» wie eine Katalogseite von Ikea aus.

Ganz anders kommt da die US-Serie «Schwuler Blick macht Heteros schick» daher. Die Emmy-gekrönte Soap, die täglich um 18.40 Uhr auf SF zwei läuft, provoziert mit Dildos als Kleiderhaken und pinken Plüschteppichen. Zudem machen die fünf homosexuellen Berater mit ihren zweideutigen Aussagen und ihrem übertrieben schwulen Verhalten die Soap besonders süffig.

Dass «Tapetenwechsel» ein bisschen bieder daherkam, hat auch das Schweizer Fernsehen erkannt. Aufgrund der Zuschauerreaktionen hat der Sender das Konzept geändert: Es wird nicht mehr gezügelt, sondern die bestehende Wohnung aufgemöbelt. Dass neu auch zu Sexspielzeugen gegriffen wird, ist aber unwahrscheinlich.

Louis Limacher

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