Taschenhersteller Freitag setzt aufs Auslandgeschäft
Aktualisiert

Taschenhersteller Freitag setzt aufs Auslandgeschäft

Das Accessoire der einstigen Szenis ist bei den heutigen Urbanen weniger gefragt: Freitag sucht sich nun neue Kundschaft im Ausland.

von
David Torcasso

Die Freitag-Tasche galt vor einigen Jahren als Must bei coolen Szenis und prägte das Stadtbild von Zürich wie kein anderes Accessoire. Wer als hip und kreativ galt, hängte sich die Tasche aus alten Lastwagenplanen um die Schulter. Mittlerweile ist das Accessoire in den Strassen, Cafés oder auf Partys in ­Zürich weniger zu sehen. «Die Freitag-Tasche ist bei der jüngeren Generation nicht mehr angesagt», meint Stylistin und Mode-Expertin Tina Weiss. Weil die Tasche so robust sei, kaufe man sich kaum eine zweite. «Und viele haben bereits eine.»

Nun suchen die Gebrüder Freitag neue Kundschaft im Ausland: Nächste Woche eröffnen sie einen Laden in Köln – mit einem Sortiment von 1600 Taschen. «In den nächsten zwei Jahren planen wir die Eröffnung von drei bis fünf weiteren Shops in Europa», sagt Markus Freitag. Denkbar wären für das Duo Shops in Mailand, Amsterdam oder Barcelona. Das Einkaufserlebnis sei mit eigenen Shops wesentlich besser, sagt Markus Freitag. «Im Container-Turm, dem Flagship-Store von Freitag, verkaufen wir zwar viele Taschen, aber das Wachstum liegt vor allem im Ausland», sagt Freitag. Auch international will sich das Unternehmen ausdehnen: «Japan hat sich mittlerweile zum drittgrössten Markt für Freitag entwickelt.»

Deine Meinung