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Taser-Opfer verklagt Uni

Ein vergesslicher Student besuchte im November ohne Ausweis die Universität in Los Angeles. Als er sich weigerte, das Gebäude zu verlassen, wurde er mittels Taser zur Strecke gebracht. Jetzt klagt der Student gegen die Uni.

Der Vorfall ereignete sich am 16. November um 23:30 Uhr in der Powell-Bibliothek des CLICC Lab an der UCLA (University of California, Los Angeles). Bei einer Standardkontrolle hatten die Sicherheitsbeamten den amerikanisch-iranischen Studenten Mostafa Tabatabainejad aufgefordert, die Bibliotheksräumlichkeiten zu verlassen, da dieser offenbar seinen Universitätsausweis nicht vorweisen konnte.

Als der iranisch-stämmige Amerikaner der Aufforderung nicht sofort Folge leistete, wurde er von dem Sicherheitstrupp «getasert». An der Uni ist seither eine Diskussion losgebrochen, ob die Gewaltanwendung der Campus-Polizisten angemessen gewesen ist oder nicht.

Der Student selbst erklärte seine eigene Reaktion mit einer «bipolaren affektiven Störung» - auch als manisch-depressive Erkrankung bekannt. Über seine gesundheitlichen Probleme will er die Polizisten informiert haben.

Ein Mitstudent nahm das Vorgehen der Beamten auf und publizierte das Sechs-Minuten-Video auf YouTube. Der Film zeigt, wie Tabatabainejad mehrere Male drei- bis fünfsekündige Elektroschocks mit dem Taser verpasst bekam - auch nachdem er bereits mit Handschellen gefesselt war - und dabei jedesmal voller Schmerz aufschrie.

(Quelle: google.com)

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