Tatort Ego-Bar: Todes-Schütze auf der Flucht
Aktualisiert

Tatort Ego-Bar: Todes-Schütze auf der Flucht

Die Fahndung nach dem 44-jährigen Barbetreiber, der am Donnerstag in Zürich die Inhaberin der Bar und deren Begleiter erschossen hat, läuft in der ganzen Schweiz auf Hochtouren.

Die Hintergründe der Tat, der am Donnerstag zwei Menschen zum Opfer gefallen waren, werden abgeklärt, wie es bei der Kantonspolizei Zürich auf Anfrage hiess.

Der 44-jährige Italiener, der am (gestrigen) Donnerstagnachmittag um etwa 16.30 Uhr in der Bar an der Badenerstrasse im Zürcher Stadtkreis 4 zwei Personen erschossen haben soll, wurde trotz landesweiter Fahndung bisher nicht gefasst, wie Kantonspolizei-Sprecher Werner Benz auf Anfrage sagte. Die Kantonspolizei hat den Fall inzwischen von der Stadtpolizei übernommen.

Die Tathintergründe und die Täter-Opfer- beziehungsweise die Besitzer-Angestellten-Verhältnisse würden derzeit abgeklärt, sagte Benz. Laut dem Kantonspolizei-Sprecher handelt es sich bei der erschossenen 32-jährigen Frau nicht, wie ursprünglich von der Stadtpolizei Zürich gemeldet, um eine Schweizerin, sondern um eine in Zürich wohnhafte Polin. Die Rolle des 37-jährigen Mannes, bei dem es sich laut unbestätigten Medienberichten um den Rechtsberater der Erschossenen handelte, wird ebenfalls abgeklärt.

Laut dem Zürcher Handelsregister war nicht, wie zuvor gemeldet, der Tatverdächtige Geschäftsführer der Bar, sondern offenbar dessen Frau. Die Polin war gemäss Handelsregisterauszug mit 20.000 Franken, die Geschäftsführerin mit 10.000 Franken an der Ego Bar GmbH beteiligt. Der Zweck der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist im Handelsregister wie folgt umschrieben: Führen von Restaurationsbetrieben, Eventorganisation, Catering, Herstellung, Handel und Verkauf von Lebensmitteln und Genussmitteln.

Gemäss unbestätigten Medienberichten soll die Polin gegen den Willen des italienischen Paares den Verkauf der Ego-Bar eingefädelt haben. Am Donnerstag habe sie dem Paar den Käufer vorstellen wollen. Dieser sie bei der Schiesserei zugegen gewesen. Zuvor soll es einen Streit zwischen dem Tatverdächtigen und der Polin gegeben haben. Die Tat soll sich vor den Augen der Stieftochter des Tatverdächtigen ereignet haben. (dapd)

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