Aktualisiert 05.01.2011 15:51

Christoph Waltz

«Tatort»? «Eine Unverschämtheit!»

Während sich viele Schauspieler über ein «Tatort»-Engagement freuen würden, ist Christoph Waltz gar nicht gut auf die Krimi-Macher zu sprechen.

Christoph Waltz wollte kein TV-Kommissar werden. Der Schauspieler ärgert sich im Interview mit der «B.Z.», dass behauptet wurde, er würde beim «Tatort» mitspielen: «Die 'Tatort'-Geschichte war eine Unverschämtheit», erzählt er.

Nicht jung und schön

«Das wurde vom Sender einfach so behauptet. Wir hatten ein einziges Mal darüber geredet, ob mich so etwas interessieren könnte. Dabei sagte ich: 'Im Prinzip nicht! Das müsste schon sehr speziell sein'. Dann bot man mir eine Mitsprache an, worauf ich meinte, das würde sehr vom Autor und Regisseur abhängen. So waren wir verblieben. Als nächstes rief mein amerikanischer Agent in heller Aufregung an, weil ich angeblich eine Fernsehserie zugesagt hätte.»

Der Österreicher wurde 2010 nicht nur mit dem Oscar ausgezeichnet, sondern durfte sich auch über einen Golden Globe und einen BAFTA-Award freuen. Im Scheinwerferlicht stehe er aber deshalb aber nicht ständig. «Ganz so interessant bin ich nun auch wieder nicht. Ich werde nicht verfolgt, man spielt mir auch nicht übel mit. Es hilft, dass ich nicht jung, schön, blond und weiblich bin.»

Oscar ohne besonderen Platz

Von Hollywood zeigt er sich aber begeistert: «Ich habe dort in einem Jahr interessantere Projekte gemacht als in zehn Jahren in Deutschland. Aus den meisten Dingen entsteht zwar nichts, aber alle arbeiten ständig daran. Ich habe selten so hart arbeitende Menschen gesehen.»

Im Magazin «in» verriet der 54-Jährige, dass sein Oscar keinen speziellen Platz habe. «Ich stelle meinen Oscar nirgends hin. Er steht mal da, mal dort. Ich lasse ihn wandern. Sonst wird er zum Altar, und das fände ich übertrieben.»

(Cover Media)

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