Aktualisiert 03.02.2011 20:25

Gegen Waffen«Tatort»-Gubser setzt sich ein für Waffeninitiative

Kurz vor der Abstimmung zur Waffeninitiative holt sich das Ja-Bündnis einen Promi ins Boot: Stefan Gubser kämpft für die Vorlage – weil ein Freund mit einer Armeewaffe Suizid beging.

von
Deborah Sutter
Der Schweizer «Tatort»-Kommissar Stefan Gubser mit einem Flyer. (Niels Schäfer)

Der Schweizer «Tatort»-Kommissar Stefan Gubser mit einem Flyer. (Niels Schäfer)

Kalt ist es am am Donnerstag Nachmittag. «Tatort»-Kommissar Stefan Gubser (53) steht in einem Hauseingang, die Tür ist mit einem Polizeisiegel versehen. Was wie der Dreh zur neusten «Tatort»-Folge aussieht, ist die Aktion einer Zürcher Werbeagentur und des Komitees zur Waffenschutzinitiative; die Polizei­siegel sind bei näherem Hinschauen Kleber mit Polit-Werbung. «Das ist das erste Mal, dass ich mich für ein politisches Anliegen einsetze», sagt der aus dem Schweizer Fernsehen (SRF) bekannte «Tatort»-Kommissar. «Ich habe einen Freund aufgrund eines Suizids mit einer Armeewaffe verloren, darum ist mir die Initiative auch persönlich sehr wichtig.» Viel zu viele Morde oder Suizide passierten, weil Armeewaffen zuhause aufbewahrt würden, so Gubser. «Solche Delikte geschehen meist aus dem Affekt heraus – wenn dann eine Waffe zur Hand ist, wird schnell abgedrückt», sagt Gubser. Selbst sein 93-jähriger Vater, ein passionierter Schütze, sei vom Engagement begeistert gewesen. 10 000 Abstimmungsflyer wurden gestern in der Stadt Zürich an Haustüren geklebt. «Wir hoffen so noch mehr Leute zum Abstimmen mobilisieren zu können», meint Nina Regli vom Ja-Komitee.

«Der Schauspieler Stefan Gubser ist kein Angestellter von SRF», so Sprecher Marco Meroni. «Er handelte als Privatperson. SRF war über diese Aktion nicht informiert.»

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