Geraucht: Tatort-Kommissar im Visier des Ordnungsamts
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GerauchtTatort-Kommissar im Visier des Ordnungsamts

Ein demonstrativer Griff zur Zigarette hat Tatort-Kommissar Axel Prahl Ärger mit dem Ordnungsamt der Stadt Münster eingebracht. Prahl hatte sich bei der Premiere seines neuen Tatort-Krimis trotz Rauchverbots eine Zigarette im Kino-Foyer angesteckt.

Prahl, der im Fernsehen als Hauptkommissar Frank Thiel für Recht und Ordnung sorgt, sei von seinem Vorhaben nicht abzubringen gewesen, sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur AP. Der 48-Jährige sei mehrfach darauf aufmerksam gemacht worden, dass im Foyer des Kinos das Rauchen nicht erlaubt sei.

Prahls unverhohlener Zigarettenkonsum hat vor allem Ordnungsamtschef Martin Schulze-Werner erzürnt. Der Münsteraner Tatort-Kommissar bekomme nun einen Anhörungsbogen, sagte Schulze-Werner in der «Münsterschen Zeitung». Dann merke er mal, «wie es in der Realität dort aussieht, wo er sonst immer als Fernsehkommissar auftritt». Dem Schauspieler, der auch Unterstützer eines Berliner Bürgerbegehrens gegen das Rauchverbots ist, droht ein Bussgeld von 100 Euro.

Nicht gerade begeistert über das Engagement des Ordnungsamts ist die Stadt Münster selbst: Es sei wichtig, in dieser Sache auch die Verhältnismässigkeit zu wahren, sagte der Stadtsprecher. «Wir müssen mal schauen, wie das Verfahren verlaufen und zu welchem Ergebnis es kommen wird.» Immerhin habe Münster dem 48-jährigen Schauspieler viel zu verdanken, betonte er. Als Münsteraner Tatort-Kommissar gebe er der Stadt schliesslich ein Gesicht.

(dapd)

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