Aktualisiert 23.07.2014 10:05

Busse für Tattoo?

Tattoo-Tiefflieger Ju-52 im Visier des Bazl

Die Flugeinlage einer alten Junkers Ju 52 ist einer der Höhepunkte des Basel Tattoo. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt ermittelt nun, ob das Flugzeug zu tief geflogen ist.

von
lha
Flieg die Junkers zu tief oder zu hoch? Das untersucht jetzt das Bundesamt für Zivilluftfahrt. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Flieg die Junkers zu tief oder zu hoch? Das untersucht jetzt das Bundesamt für Zivilluftfahrt. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Droht dem Basel Tattoo neuer Ärger? Die Flugeinlage mit der Junkers Ju 52, mit der das 100-jährige Bestehen der Schweizer Luftwaffe gefeiert wird, beschäftigt jetzt das Bundesamt für Zivilluftfahrt, wie die TagesWoche schreibt. Dabei geht es um die Frage, ob die «Tante Ju», wie der Kultflieger von Aviatik-Fans genannt wird, die Mindestflughöhe von 300 Metern unterschritten hat.

Man habe mehrere Hinweise erhalten, dass die Junkers zu tief fliege, sagt Bazl-Sprecher Anton Kohler gegenüber der «TagesWoche». Das Basel Tattoo hatte vorgängig um eine Bewilligung für Tiefflüge bis zu 200 Meter über Grund ersucht. Dazu gab das Basler Justiz- und Sicherheitsdepartement zunächst grünes Licht - unter der Voraussetzung, dass das Bazl damit ebenfalls einverstanden ist.

Das Bundesamt erteilte die Bewilligung aber nicht: Über dicht besiedeltem Gebiet würden Tiefflüge nie bewilligt, so die Begründung.

Radar-Aufzeichnungen bringen Klarheit

Das Tattoo versicherte auf Anfrage, die minimale Flughöhe von 300 Metern nicht verletzt zu haben - dies habe der Pilot versichert. Die Polizei, welche die Flugeinlage genau beobachtete, will das aber amtlich haben. Optisch ist das nur schwer zu eruieren. Das Bazl kann aber auf Radar-Aufzeichnungen der französischen Flugsicherung zurückgreifen, um diese Frage zu klären.

Sollte sich herausstellen, dass sich das Tattoo nicht an die Mindestflughöhe gehalten hat, droht eine empfindliche Busse von bis zu 20'000 Franken.

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