Tattoos: Teenager bereuen oft ihr «Feriensouvenir»

Aktualisiert

Tattoos: Teenager bereuen oft ihr «Feriensouvenir»

Immer öfter lassen sich Teenager in den Ferien im Ausland unüberlegt tätowieren. Später bereuen sie es, doch die Entfernung der Bilder auf der Haut kann schnell teurer werden als das Tattoo.

«In meinem Wartezimmer sass schon einmal eine Mutter mit ihrem 14-jährigen Kind, das sich die Tätowierung entfernen lassen wollte», sagt Dermatologin Caroline Zimmermann aus Küssnacht. Sie weiss: «Es gibt junge Leute, die sich aus einer Laune heraus tätowieren lassen, als ob sie sich die Haare färben würden.» Oft würden sich die Kids die Tattoos im Ausland stechen lassen.

Renato Coppo, Inhaber des Tattoo & Piercing Centers Living Color in Luzern ärgert sich, dass Minderjährigen im Ausland solche «Souvenirs» tätowiert werden. Er habe öfter erlebt, dass sich schon Kinder ab 12 Jahren tätowieren lassen wollten und dies erst noch mit dem Einverständnis von Vater oder Mutter. «Bei uns werden auch mit einer schriftlicher Vollmacht der Eltern keine Kids unter 17 tätowiert,» sagt Coppo. Sein Kunde John Dommen (47) warnt: «Ich trage meine Tattoos seit Jahren mit Überzeugung, doch nur wegen der Mode würde ich mich nie stechen lassen.»

Will man ein Tattoo entfernen, kann das teuer werden: «Je nach Farbe werden zwischen zwei bis zwölf Laserbehandlungen benötigt», sagt Zimmermann.

Daniela Gigor

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