Tod im Bodensee: Taucher (41) starb nach Panikattacke
Aktualisiert

Tod im BodenseeTaucher (41) starb nach Panikattacke

Der Mann, der am Sonntag beim Schiffswrack der Jura ertrunken ist, sei in Panik geraten. Die Ursache: Eine Vereisung des Atemreglers.

von
jeh

Ein Tauchgang zum Schiffswrack Jura im Bodensee wurde einem 41-jährigen Deutschen vergangenen Sonntag zum tödlichen Verhängnis: Der Mann ging mit einer Gruppe auf Tauchgang. Ziel war das Schiffswrack der Jura, ein Dampfer, der seit über 150 Jahren auf dem Grund des Bodensees zwischen Bottighofen und Münsterlingen liegt. Doch der Taucher war nicht mehr an die Oberfläche zurückgekehrt. Dies ist bereits der vierte Todesfall, der sich beim Schiffswrack ereignet hat.

Vereister Atemregler

Die Ermittlungen, die direkt nach dem Todesfall eingeleitet wurden, sind laut «St. Galler Tagblatt» abgeschlossen. «Wir können mit grösster Wahrscheinlichkeit sagen, was zum Tod des Mannes geführt hat», sagt der zuständige Staatsanwalt Patrick Müller zur Zeitung. Eine Vereisung des Atemreglers habe zum Tod des Tauchers geführt. Das betroffene Ventil am Lungenautomaten sei vereist, blockiert worden und habe sich nicht mehr geschlossen. «Daraufhin ertrank der Taucher», so Müller. Dies sei unter Tauchern eine bekannte Gefahr. Für solche Fälle gebe es Verhaltensregeln, an die sich der Mann offenbar nicht gehalten hat. «Er befand sich 38 Meter unter Wasser, um ihn war es stockdunkel. Folglich geriet er in Panik», sagt Müller.

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