Zürich: Taucher bergen deutsches Geschoss aus dem 1. Weltkrieg aus dem Zürichsee

Aktualisiert

ZürichTaucher bergen deutsches Geschoss aus dem 1. Weltkrieg aus dem Zürichsee

Am Freitag bargen Angehörige der Kampfmittelbeseitigung und Minenräumung der Armee in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Zürich ein Minenwerfergeschoss aus dem Zürichsee.

von
Jonas Bucher
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Die Munition befand sich in knapp fünf Metern Tiefe.

Die Munition befand sich in knapp fünf Metern Tiefe.

Stadtpolizei Zürich
Am Freitag bargen Taucher das Geschoss aus dem See.

Am Freitag bargen Taucher das Geschoss aus dem See.

Stadtpolizei Zürich

Darum gehts

  • Im Zürichsee ist ein Taucher auf Munition gestossen.

  • Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um ein Minengeschoss aus dem Ersten Weltkrieg handelt.

  • Spezialisten haben das Geschoss am Freitag geborgen und abtransportiert.

Am Dienstagabend meldete ein Mann, dass er im Zürcher Kreis 8, beim Tauchen im Zürichsee, in unmittelbarer Nähe des Restaurants Fischerstube auf Munition gestossen sei. Daraufhin führten Taucher der Wasserschutzpolizei an der bezeichneten Stelle einen Erkundungstauchgang durch und stellten fest, dass es sich tatsächlich um ein grösseres Geschoss handelt, das in knapp fünf Metern Tiefe liegt, wie die Stadtpolizei Zürich am Freitag mitteilt.

Wie in solchen Fällen üblich, sei das Kommando Kampfmittelbeseitigung und Minenräumung (Kamir) über den Fund orientiert worden. In der Folge habe am Donnerstag ein weiterer Tauchgang eines Spezialisten des Kamir und eines Polizeieinsatztauchers der Wasserschutzpolizei stattgefunden, um festzustellen, was für eine Art Munition dort auf dem Seegrund liegt.

Das Gebiet wurde grossräumig abgesperrt

Spezialisten des Kamir hätten aufgrund der gemachten Bilder festgestellt, dass es sich um ein Minenwerfergeschoss aus dem Ersten Weltkrieg handelt, das zwischen 1914 und 1918 in Deutschland produziert wurde.

Es sei unklar, wie lange dieses schon dort lag. Mit den Spezialisten der Armee sei das weitere Vorgehen besprochen worden. Am Freitagmorgen kurz nach acht Uhr barg ein Taucher des Kamir, unterstützt von einem Taucher der Wasserschutzpolizei und weiteren Spezialisten der Armee an Land, das Geschoss aus dem See. Danach sei es in einem Spezialfahrzeug abtransportiert worden.

Die Stadtpolizei sperrte das Gebiet see- und landseitig während der Bergungsarbeiten aus Sicherheitsgründen grossräumig ab. 

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