Aarau: Taucher entdeckt seltenen Albino-Wels in der Aare
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AarauTaucher entdeckt seltenen Albino-Wels in der Aare

In der Aare hat ein Hobbytaucher einen Albino-Wels gesichtet. Ein Glücksfall, sagt ein Experte.

von
lar

Hobbytaucher Claude Blétry hat in der Aare einen Albino-Wels gefilmt.

Claude Blétry liebt es, in Gewässern zu tauchen und den Fischen beim Schwimmen zuzusehen. Dabei hält er immer alles per Video fest. «Hechte, Egli, Krebse, Welse – um nur einige zu nennen – sieht man immer.» Am Freitag schwamm ihm in der Aare bei Aarau aber ein ganz spezielles Objekt vor die Linse: Ein Albino-Wels. «Ich war ganz verblüfft. So einen Wels habe ich noch nie gesehen,» so der Hobbytaucher. Der sei etwa zehn Meter unter Wasser geschwommen.

Dass Blétry dieses seltene Tier gesichtet hat, merkte er aber erst, als er zu Hause die Videoaufnahmen seiner Unterwasserkamera auswertete. «Nicht einmal meine Kollegen haben mir geglaubt, als ich ihnen vom Albino-Wels erzählt habe. Aber ich hatte ja einen Beweis.»

Albino-Welse sind sehr selten

Sven Tschall, Kurator des Zoos Zürich bestätigt nach der Sichtung des Videos, dass es sich beim Fisch um einen Albino-Wels handelt. «Sie sind eine Laune der Natur. Oft kommen sie nicht vor, aber wenn man Glück hat, kann man immer wieder einmal so ein Exemplar sehen.»

Taucher Blétry empfiehlt Amateuren, seinen Tauchgang in der Aare nicht nachzumachen – auch wenn ein Albino-Wels im strömenden Gewässer herumschwimme. Denn das Tauchen dort sei immer ein Sicherheitsrisiko. «Die Bedingungen müssen stimmen, sonst kann man dort nicht tauchen.» Der Fluss sei im Gegensatz zum See unruhig. «Deshalb sollte man immer beachten, wie die Strömung und die Sicht im Fluss ist.»

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