AirAsia-Wrack: Taucher konnten Flugschreiber nicht finden
Aktualisiert

AirAsia-WrackTaucher konnten Flugschreiber nicht finden

Knapp zwei Wochen nach dem Absturz einer AirAsia-Maschine vor Indonesien bleibt die Suche nach der Blackbox bisher erfolglos. Schlechtes Wetter behindert die Bergung des Wracks.

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Arbeiter verladen das Heck der AirAsia-Maschine am 7. Februar auf einen Lastwagen. Es soll nach Jakarta transportiert werden. 106 Opfer des Flugzeugabsturzes wurden bis zum 17. März geborgen.

Arbeiter verladen das Heck der AirAsia-Maschine am 7. Februar auf einen Lastwagen. Es soll nach Jakarta transportiert werden. 106 Opfer des Flugzeugabsturzes wurden bis zum 17. März geborgen.

AFP/Yudha Manx
Am Montag, 12. Januar, haben Marine-Taucher den Flugdatenrekorder geborgen.

Am Montag, 12. Januar, haben Marine-Taucher den Flugdatenrekorder geborgen.

AFP/Adek Berry
Der Stimmenrekorder wurde einen Tag später geborgen.

Der Stimmenrekorder wurde einen Tag später geborgen.

Keystone/AP/Achmad Ibrahim

«Wir konnten die Blackboxen nicht lokalisieren, weil die Sicht fast null war», sagte ein Taucher der indonesischen Marine am Donnerstag. Das Heck des Flugzeugs war am Mittwoch in etwa 30 Metern Wassertiefe in der Javasee vor der Küste Borneos mithilfe von Unterwasserkameras entdeckt worden. Spezialtaucher sollen prüfen, ob das Wrackteil mit Hilfe von Luftkissen an die Wasseroberfläche gebracht werden kann, falls die Flugschreiber in den Trümmern geortet werden. Das sagte der Suchleiter der indonesischen Marine, Vizeadmiral Abdul Rasyid.

Doch schlechte Sicht behinderte am Donnerstag die Suche. Die Taucher hätten nur kleinere Objekte, wie eine Wasserflasche mit dem rot-weissen AirAsia-Logo, eine Kiste, eine Sauerstoffmaske und ein kleines Teil der Maschine bergen können. Auf Unterwasseraufnahmen war zu sehen, dass das Heck mit dem Dach nach unten liegt und teilweise im Schlamm eingesunken ist.

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40 Leichen geborgen

Auf den Bildern war eindeutig die Registriernummer der Maschine, PK-AXC, zu erkennen. Das Flugzeug war am 28. Dezember mit 162 Menschen an Bord zwischen Sumatra und Borneo in die Javasee gestürzt. Bisher wurden erst 40 Leichen geborgen. Die Unglücksursache ist noch völlig unklar.

Deshalb hat das Auffinden der Flugschreiber höchste Priorität. Sie zeichnen Gespräche im Cockpit und technische Daten der Maschine auf. Die Ermittler erhoffen sich von der Auswertung Aufschluss über die Unglücksursache. Die Geräte sind leuchtend orange angemalt. Sie könnten aber in den Schlamm am Meeresgrund gesunken sein.

Die Flugschreiber senden eigentlich 30 Tage lang ein Ultraschallsignal aus, damit sie besser zu orten sind. In der Region vor der Küste Borneos sind Marineschiffe aus mehreren Ländern mit Ortungsgeräten im Einsatz. Spezialisten gelang es bis Donnerstag aber nicht, Signale aufzufangen. (sda)

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