Super-League-Serie (3): Taulant Xhaka – mit 24 die treuste Seele beim FCB
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Super-League-Serie (3)Taulant Xhaka – mit 24 die treuste Seele beim FCB

In Basel geboren, für immer im Trikot des FC Basel? Warum nicht, findet Taulant Xhaka.

von
Eva Tedesco
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Die Fussball-Brüder Taulant und Granit (r.) Xhaka. Taulant, geboren am 28. März 1991, ist der ältere. Der «kleine Bruder» Granit kam am 27. September 1992 zur Welt.

Die Fussball-Brüder Taulant und Granit (r.) Xhaka. Taulant, geboren am 28. März 1991, ist der ältere. Der «kleine Bruder» Granit kam am 27. September 1992 zur Welt.

Keystone/Walter Bieri
Bis auf einen Abstecher zu GC spielt Taulant seit 2003 beim FC Basel, wo er noch bis 2021 Vertrag hat.

Bis auf einen Abstecher zu GC spielt Taulant seit 2003 beim FC Basel, wo er noch bis 2021 Vertrag hat.

FreshFocus/Andy Mueller
Der Defensiv-Allrounder kann sich vorstellen, für immer bei seinem Herzensclub zu bleiben.

Der Defensiv-Allrounder kann sich vorstellen, für immer bei seinem Herzensclub zu bleiben.

Keystone/lem

Es gab Zeiten, in denen Taulant Xhaka (24) das Gefühl hatte, es könne mit der Karriere nicht schnell genug gehen. Er träumte vom Schritt ins Ausland, noch ehe der erste in der Super League richtig getan war. Vielleicht auch, weil der ältere der beiden Xhaka-Brüder dem jüngeren stets einen Schritt hinterherhinkte.

Granit (23) war 2009 mit der U17 Weltmeister geworden, setzte in der 1. Mannschaft des FCB rasant zum Höhenflug an und wechselte nach nur zwei Saisons in die Bundesliga zu Gladbach. Taulant hingegen fristete in dieser Zeit bei Rotblau meist nur ein Dasein auf der Ersatzbank. Allerdings beharrte er stets auf dem Standpunkt, dass für ihn die Karriere des jüngeren Bruders nie ein Problem gewesen sei.

Seit der Rückkehr von GC, wohin er für die Saison 2012/13 ausgeliehen wurde, scheint er diese Ungeduld abgelegt zu haben. «Wenn alles gut läuft, man Talent hat und hart arbeitet, kann man es schaffen. Aber es braucht im Fussball auch immer Glück. Ich habe genug bewiesen, dass ich ein guter Spieler bin und die Trainer auf mich setzen.»

Wechsel ins Ausland? «Mache mir keinen Druck»

Mittlerweile gehört der 24-Jährige zu den Leistungsträgern beim FCB und ist aktuell die «treuste Seele» beim Rekordmeister. Der in Kleinbasel geborene Xhaka stiess 2003 von Concordia zum FCB-Nachwuchs und erhielt 2010 gemeinsam mit Granit den ersten Profivertrag. Mit Ausnahme der Ausleihe nach Zürich spielte Xhaka immer für den «Club seines Herzens».

Transferperioden verfolgt Xhaka inzwischen mit einer gewissen Ruhe. «Ich mache mir keinen Druck. Ich verfolge die Geschichten. Und natürlich haben wir die Sache mit Breel mitbekommen. Aber Gas geben muss man auf dem Platz. Der Rest ergibt sich.»

Kein Problem sei für ihn auch, dass er in den Jahren nicht nur von seinem Bruder, sondern auch von anderen jungen Talenten «überholt» worden ist – zumindest was Transfers anbelangt. Xhaka: «Das spricht für die gute Nachwuchsarbeit in Basel und für den FCB.»

Bis 2018 oder für immer?

Der Defensiv-Allrounder ist neben Philipp Degen der letzte Ur-Basler im aktuellen FCB-Team, auch wenn das ab und zu vergessen gehen mag, seit er sich für Albanien und gegen die Schweizer Nati entschieden hat. «Meine Entscheidung hatte einen rein sportlichen Grund. Ich wollte mich mit den Besten messen und die Aussichten dazu waren in der albanischen einfach besser als in der Schweizer Nati. Ich bin in Basel geboren, habe hier meine Kollegen, die ich schon aus der Schulzeit kenne, und wüsste nicht, warum ich kein Basler sein sollte.»

Und in Basel hat Xhaka auch noch bis 2018 einen laufenden Vertrag. «Wenn alles stimmt, würde ich gern in Basel bleiben und könnte mir sogar vorstellen, mein Leben lang beim FCB zu spielen. Aber man weiss nie, was in Zukunft passiert.» Die Zeiten, in denen es Xhaka mit dem Sprung ins Ausland nicht schnell genug gehen konnte, scheinen definitiv vorbei.

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