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Beisetzung der FussballlegendeTausende begleiten Trauerzug für Maradona durch Buenos Aires

Einen Tag nach seinem Tod ist der legendäre argentinische Fussballspieler Diego Maradona im engsten Kreis beigesetzt worden. Zuvor hatten zahlreiche Fans Abschied genommen.

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Diego Maradonas Sarg wurde am Donnerstag vom Regierungspalast im historischen Zentrum von Buenos Aires …

Diego Maradonas Sarg wurde am Donnerstag vom Regierungspalast im historischen Zentrum von Buenos Aires …

via REUTERS
… zum Friedhof gebracht.

… zum Friedhof gebracht.

REUTERS
Zahlreiche Menschen säumten die Strassen.

Zahlreiche Menschen säumten die Strassen.

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Darum gehts

  • Diego Maradona wurde am Donnerstag auf einem Privatfriedhof an der Seite seiner Eltern bestattet.

  • An der Beisetzung nahmen nur Angehörige und enge Freunde teil.

  • Zuvor war der Sarg in einem Trauerzug zum Friedhof gebracht worden – begleitet von zahlreichen Fans.

Nach einem bewegten Leben zwischen Genie und Wahnsinn hat Diego Maradona seine letzte Ruhe gefunden: Einen Tag nach seinem Tod wurde der legendäre argentinische Fussballspieler und Nationalheld am Donnerstag auf dem Privatfriedhof Jardín de Bella Vista in einem Vorort von Buenos Aires an der Seite seiner Eltern bestattet. An der Beisetzung nahmen nur seine Angehörigen und enge Freunde teil. Zuvor war der Sarg in einem Trauerzug vom Regierungspalast im historischen Zentrum von Buenos Aires zu dem Friedhof gebracht worden. Zahlreiche Fans säumten die Strecke und erwiesen ihrem Idol die letzte Ehre.

Den ganzen Tag über hatten Tausende Menschen in der Casa Rosada Abschied von Maradona genommen. Nachdem sie zum Teil stundenlang in der Schlange gewartet hatten, liefen sie an dem mit Trikots und einer Nationalflagge bedeckten Sarg vorbei. Viele bekreuzigten sich und warfen Blumen über die Absperrung. Dabei gab es massenweise Rufe wie «Danke, Diego» und «Ich liebe dich, Diego».

Auch Präsident Alberto Fernández nahm Abschied von dem wohl berühmtesten Sohn des Landes. Er umarmte Maradonas Töchter Dalma und Gianinna und legte ein Trikot von Maradonas erstem Verein Argentinos Juniors und ein Kopftuch der Menschenrechtsgruppe Grossmütter der Plaza de Mayo auf dem Sarg ab. Vizepräsidentin Cristina Fernández nahm Maradonas Ex-Frau Claudia Villafañe in den Arm und drapierte Rosenkränze auf dem Sarg.

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Karriere von Maradona (1960-2020) in Bildern
Karriere von Maradona (1960-2020) in Bildern

Am 30. Oktober 1960 kommt Diego Armando Maradona als fünftes von acht Kindern zur Welt. Die Familie lebt im Armenviertel Villa Fiorito in Buenos Aires, der kleine Diego spielt bald Fussball wie kein anderer und bekommt deshalb seinen Spitznamen: El Pibe de Oro - der Goldjunge. Als Junior bleibt Maradona mit seiner Mannschaft einmal 136 Spiele in Folge ohne Niederlage, mit 15 debütiert er für die Argentinos Juniors in der höchsten argentinischen Liga.

Foto: Twitter
Maradona ist in Südamerika schon zweimal zum Fussballer des Jahres gewählt worden, als er mit 20 zu den Boca Juniors wechselt. Die Ablösesumme soll vier Millionen Dollar betragen - dazu werden sechs Spieler von Boca zu den Argentinos Juniors transferiert.

Maradona ist in Südamerika schon zweimal zum Fussballer des Jahres gewählt worden, als er mit 20 zu den Boca Juniors wechselt. Die Ablösesumme soll vier Millionen Dollar betragen - dazu werden sechs Spieler von Boca zu den Argentinos Juniors transferiert.

Foto: Imago
Ein gutes Jahr spielt er im Grossclub der argentinischen Hauptstadt. Danach wechselt Maradona 1982 zum FC Barcelona. Die Ablösesumme beträgt nun 7,3 Millionen Dollar - Rekord. In Katalonien erlebt er allerdings keine sehr glückliche Zeit. In der ersten Saison fällt Maradona wegen einer Hepatitis-Erkrankung länger aus. In der zweiten Saison erleidet er bei einem rüden Foul einen Bruch im Sprunggelenk. In zwei Saison gewinnt er mit Barcelona einen Pokal - im spanischen Cup.

Ein gutes Jahr spielt er im Grossclub der argentinischen Hauptstadt. Danach wechselt Maradona 1982 zum FC Barcelona. Die Ablösesumme beträgt nun 7,3 Millionen Dollar - Rekord. In Katalonien erlebt er allerdings keine sehr glückliche Zeit. In der ersten Saison fällt Maradona wegen einer Hepatitis-Erkrankung länger aus. In der zweiten Saison erleidet er bei einem rüden Foul einen Bruch im Sprunggelenk. In zwei Saison gewinnt er mit Barcelona einen Pokal - im spanischen Cup.

Foto: Keystone

Auch die erste Mannschaft von Gimnasia y Esgrima erwies Maradona die letzte Ehre. Der Weltmeister von 1986 hatte das Team aus La Plata im vergangenen Jahr in einer schwierigen Situation als Trainer übernommen. An seinem 60. Geburtstag am 30. Oktober hatte er die Mannschaft zum letzten Mal spielen gesehen. Schon damals machte Maradona einen äusserst angeschlagenen Eindruck und musste von Begleitern beim Gehen gestützt werden.

Gegen Ende der Totenwache drangen einige Fans mit Gewalt in den Regierungspalast ein, weil sie befürchteten, nicht mehr zu dem Sarg ihres Idols vorgelassen zu werden. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen. Auch auf den umliegenden Strassen kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Aufgebrachte Fans schleuderten Steine und Flaschen auf die Polizei, die Beamten feuerten Gummigeschosse in die Menge und setzten Wasserwerfer ein. Schliesslich wurde der Regierungspalast geschlossen und die Totenwache abgebrochen.

(DPA)

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