Aktualisiert 14.05.2006 11:00

Tausende bei Protest gegen Neonazi- Kundgebung

Rund 5000 Menschen haben in Göttingen weitgehend friedlich gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD demonstriert.

Am Rande des Umzugs durch die Innenstadt kam es am Samstag jedoch mehrmals zu Rangeleien zwischen linksgerichteten Autonomen und Polizisten, wobei mehrere Personen festgenommen wurden. Unter dem Einsatz von mehr als 6000 Beamten konnte die Polizei grössere Ausschreitungen verhindern.

Bei Protesten gegen die NPD war es vor einem halben Jahr in Göttingen zu schweren Auseinandersetzungen gekommen. Autonome hatten zahlreiche Barrikaden angezündet und Polizisten attackiert.

Nördlich von Göttingen stoppten linksgerichtete Demonstranten am Samstag mit einer Schienenblockade kurzzeitig einen Nahverkehrszug, in dem NPD-Anhänger sassen. Auf einer Bundesstrasse wurde eine Barrikade errichtet.

Zu der NPD-Kundgebung kamen etwa 150 Teilnehmer. Dabei gab es nach Polizeiangaben keine Zwischenfälle. Eine Demonstration der rechten Partei durch das Stadtgebiet war vom Bundesverfassungsgericht untersagt worden.

(sda)

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