Kundgebung: Tausende demonstrierten gegen Ausschaffungen
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KundgebungTausende demonstrierten gegen Ausschaffungen

Beinahe 5000 Personen protestierten am Samstag auf dem Bundesplatz in Bern. Mit dabei waren Flüchtlinge aus Afghanistan und Äthiopien sowie Kurden.

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Menschen demonstrieren während einer Demo gegen das Dublin Abkommen, Ausschaffungen und Grenzen als Ganzes auf dem Bundesplatz in Bern.

Menschen demonstrieren während einer Demo gegen das Dublin Abkommen, Ausschaffungen und Grenzen als Ganzes auf dem Bundesplatz in Bern.

Keystone/Anthony Anex
Insgesamt nahmen zwischen 4000 und 5000 Personen an der Kundgebung teil.

Insgesamt nahmen zwischen 4000 und 5000 Personen an der Kundgebung teil.

Keystone/Anthony Anex
Mit dabei waren Flüchtlinge aus Afghanistan und Äthiopien sowie Kurden.

Mit dabei waren Flüchtlinge aus Afghanistan und Äthiopien sowie Kurden.

Keystone/Anthony Anex

Auf dem Bundesplatz in Bern fand am Samstag eine Demonstration gegen Ausschaffungen statt. Laut der «Berner Zeitung» nahmen daran zwischen 4000 und 5000 Personen teil. Menschen sollten freiwillig wählen dürfen, ob sie in eine Land zurückkehren oder nicht, lautete eine der Forderungen.

Die Kundgebungsteilnehmenden kritisierten die traumatisierende Wirkung von Ausschaffungen und die «entwürdigende Wirkung der Nothilfe und der Administrativhaft», hiess es im Kundgebungsaufruf. Zur Demonstration aufgerufen hatte die Organisation «Migrant Solidarity Network».

Vielseitige Unterstützung

An der Kundgebung auf dem Berner Bundesplatz waren unter anderem Flüchtlinge aus Afghanistan und Äthiopien sowie Kurdinnen und Kurden. Unterstützt wurde die Kundgebung auch von der afghanischen Gruppe «My life in Switzerland», der «Ethiopian Human Rights and Democracy Task Force in Switzerland» und vom Schweizer Ableger der linksgerichteten türkisch-kurdischen HDK-Partei.

Auch verschieden Schweizer Organisationen und Parteien unterstützten die Demonstration, so etwa das Bleiberecht-Kollektiv Bern, die JUSO Bern oder die Jungen Grünen Bern. Viele Kundgebungsteilnehmende trugen kleine Plakate oder Transparente bei sich: «Ausschaffung ist Folter» oder «Dublin ist eine Stadt und kein Ausschaffungsgrund», war darauf etwa zu lesen.

Die Schweiz müsse die Dublinverordnung kündigen, lautete eine weitere Forderung der Kundgebungsteilnehmenden. Wegen dieser Verordnung würden jedes Jahr «zehntausende Migrant*innen zwischen europäischen Staaten hin- und her geschoben», ein unwürdiger Zustand.

Ausschaffungshaft stand in der Kritik

Wer flüchte, nehme oft eine lebensgefährliche Reise in Kauf. Ausschaffungen führten diese Menschen wieder dahin zurück, wo sie um jeden Preis weg wollten oder mussten. Ausschaffungen missachteten auch die körperliche und psychische Integrität der Betroffenen. In den Herkunftsländern drohten den Ausgeschafften Verfolgung, Armut und soziale Isolation.

Kritisiert wurde auch das Regime der Ausschaffungshaft in der Schweiz. Dadurch könnten Menschen «eingesperrt werden», ohne dass sie jemals eine kriminelle Tat begangen hätten, schreiben die Kundgebungsverantwortlichen in einem Flyer. Die Nothilfe für abgewiesene Asylsuchende sei «wie psychische Folter» und mache die Betroffenen krank. Die Demonstranten forderten eine Gleichbehandlung von Schweizerinnen und Schweizern und Migrantinnen und Migranten ohne Aufenthaltsbewilligung. «Wir wollen Zugang zu Arbeit, Bildung und Gesundheit», lautete eine weitere Forderung. (20 Minuten/sda)

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