Fridays for Future - «Klimakrise ist jetzt da! Wir müssen jetzt handeln!»
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Fridays for Future«Klimakrise ist jetzt da! Wir müssen jetzt handeln!»

Demonstrantinnen und Demonstranten versammeln sich am Freitag in verschiedenen Städten weltweit, um Massnahmen für die Begrenzung der Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu verlangen. Auch in der Schweiz wird demonstriert.

von
Karin Leuthold

Tausende Menschen demonstrieren am Freitag in Zürich und in weiteren sieben Schweizer Städten mit der Initiative Fridays for Future für mehr Klimaschutz. In Zürich fragten wir einige Demonstrantinnen nach ihren Forderungen.

20 Minuten

Tausende Menschen demonstrieren am Freitag in Zürich und in weiteren sieben Schweizer Städten mit der Initiative Fridays for Future für mehr Klimaschutz. Die Kundgebung ist Teil des internationalen Aktionstags für mehr Klimaschutz. Es werde «auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam gemacht», die Untätigkeit der Politik verurteilt sowie rascher und sozialverträglicher Klimaschutz gefordert, schreibt die Gruppierung Klimastreik Schweiz in einer Mitteilung.

Die Klimawissenschaftlerin Sonia Seneviratne warnt auf der Polyterrasse der Zürcher Uni vor den Auswirkungen der Klimakrise: «Der Wandel findet hier und jetzt statt, und es gibt bereits zu viele Todesfälle, auch in hochentwickelten Ländern.» Sie betont, wie wichtig der Protest des Klimastreiks ist: «Dank dem Klimastreik und Fridays for Future wurde zum ersten Mal die Klimakrise ernsthaft in der Gesellschaft thematisiert. Das ist ein grosser Erfolg.»

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Tausende gingen am 24. September 2021 in Zürich auf die Strasse, um bei der weltweiten Klimagerechtigkeitsdemo zu protestieren.

Tausende gingen am 24. September 2021 in Zürich auf die Strasse, um bei der weltweiten Klimagerechtigkeitsdemo zu protestieren.

REUTERS
Beim Zürcher Bürkliplatz kamen Dutzende junge Menschen zusammen.

Beim Zürcher Bürkliplatz kamen Dutzende junge Menschen zusammen.

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«In den letzten Monaten haben wir gesehen, dass die Klimakrise auch in der Schweiz massive Folgen hat, doch anderswo auf der Welt ist die Klimakrise heute schon viel greifbarer», meinte etwa Jonas Meier (24) aus Seengen in einer Rede. 

«In den letzten Monaten haben wir gesehen, dass die Klimakrise auch in der Schweiz massive Folgen hat, doch anderswo auf der Welt ist die Klimakrise heute schon viel greifbarer», meinte etwa Jonas Meier (24) aus Seengen in einer Rede.

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«Im Februar war es viel zu warm, sodass die Fruchtbäume zu früh anfingen, Knospen zu treiben. Der zu erwartete Frost im April machte die Triebe dann wieder kaputt. Im Sommer vernichteten die Hagelstürme einen Grossteil der Gemüseernte. Durch die darauffolgende andauernde Nässe sind Kartoffeln im Boden verfault», sagte der Landwirt Georg Klingler, der sich als Direktbetroffener bezeichnet, an der Demo in Zürich.

Demo im englischen Dover endet mit 17 Festnahmen

Es ist der insgesamt achte weltweite Aktionstag von Fridays for Future. In knapp 500 Städten in Deutschland und in Grossbritannien gingen vor allem junge Menschen auf die Strassen. Die Aktivistinnen und Aktivisten halten die Klimaziele der Politik für zu wenig ehrgeizig, um die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Bei einem Auftritt vor dem Reichstagsgebäude in Berlin kritisierte die 18-jährige schwedische Initiatorin von Fridays for Future, Greta Thunberg, Deutschland scharf: «Deutschland ist objektiv gesehen einer der grössten Klima-Bösewichte.»

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An der Kundgebung in Berlin nahm auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg teil. Die schwedische Initiatorin von Fridays for Future bezeichnete in einer Rede Deutschland kurz vor der Bundestagswahl als «einen der grössten Klima-Bösewichte».

In Köln haben Politikerinnen und Politiker vor allem der Grünen, aber auch anderer Parteien, die Protestaktionen von Fridays for Future unterstützt. Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock beteiligte sich gemeinsam mit anderen an der FFF-Kundgebung in Köln.

Im englischen Dover blockierten Klimaaktivisten und -aktivistinnen am Freitagmorgen den Eingang des Hafens. Lastwagen und andere Fahrzeuge, die den Hafen erreichen wollten, kamen nicht durch. Die Polizei nahm 17 Beteiligte fest.

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