Aktualisiert 15.01.2019 13:30

Schwägalp ist kein EinzelfallTausende Häuser liegen in der Gefahrenzone

Am Donnerstag verschüttete eine Lawine ein Hotel auf der Schwägalp. Nun zeigen Gefahrenkarten, dass Tausende Häuser in der Schweiz auch gefährdet sind.

von
fss

Eine Lawine verschüttete das Hotel auf der Schwägalp. (Video: 20Min)

Die Lawine, die am letzten Donnerstag in Schwägalp niederging, könnte kein Einzelfall sein. Dies zeigen Zahlen, die die Behörden aus einzelnen Kantonen, dem «Tages-Anzeiger» mitteilen. Auch das Gebiet in Davos, in dem das WEF stattfindet, steht teilweise in Gefahr. Der Helikopterplatz liegt in einer blauen Gefahrenzone.

In der Schweiz leben viele Menschen in Lawinengefahrenzonen. Diese werden in drei unterschiedlichen Gefahrenzone eingeordnet. In der roten Zone sind Abgänge möglich, die Häuser zerstören könnten. In den blauen Zonen treten Lawinen nicht oft auf, doch Menschen, die sich im Freien aufhalten, könnten gefährdet sein. Die gelbe Zone bedeutet, dass mit leichten Gebäudeschäden zu rechnen ist.

Schwägalp liegt in der blauen Zone

Alleine in Graubünden stehen rund 7000 Gebäude in einer der drei Gefahrenzonen. Rund 500 Wohngebäude in der roten, also der gefährlichsten Zone. Im Kanton Bern sind es deren 82 dauerhaft bewohnten Gebäude.

Das Hotel auf der Schwägalp liegt in einer blauen Zone. Glücklicherweise gab es neben Sachschäden nur drei Verletzte.

Die früh erstellten Gefahrenkarten für Lawinen sorgen dafür, dass seit langem niemand mehr in einem Gebäude durch eine Lawine verstarb. In der roten Zone sind Neubauten nicht mehr erlaubt. In den blauen müssen spezielle Auflagen erfüllt werden.

Die aktuelle Lawinengefahr am 15. Januar 2019

Gefahrenstufen: Rot:Sehr gross Orange: Erheblich Gelb: Mässig

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