Demo auf dem Bundesplatz - Tausende Menschen demonstrieren in Bern gegen den Rentenabbau

Aktualisiert

Demo auf dem BundesplatzTausende Menschen demonstrieren in Bern gegen den Rentenabbau

«Keine AHV-Reform auf Kosten der Frauen» – das haben heute Demonstrierende in Bern gefordert. Sie kündigten Widerstand gegen die geplante AHV-Reform an.

von
Marcel Urech
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Demonstrantinnen und Demonstranten fordern in Bern einen Stopp des Rentenabbaus.

Demonstrantinnen und Demonstranten fordern in Bern einen Stopp des Rentenabbaus.

Unia
Mit diesem Flyer rief die Unia zur Demo auf dem Bundesplatz auf.

Mit diesem Flyer rief die Unia zur Demo auf dem Bundesplatz auf.

Screenshot unia.ch
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund machte mit diesem Flyer auf die Demo aufmerksam.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund machte mit diesem Flyer auf die Demo aufmerksam.

Schweizerische Gewerkschaftsbund/frauenrenten.ch

Darum gehts

  • Der Bundesplatz in Bern ist erneut voll mit Demonstrantinnen und Demonstranten.

  • Dieses Mal fordern sie höhere Renten und einen Abbau der Rentenlücke bei den Frauen.

  • Mit der AHV beschäftigen sich gerade viele – zwei Initiativen dazu kommen bald vors Volk.

15’000 Personen haben auf dem Bundesplatz in Bern gegen einen Rentenabbau protestiert, wie der Schweizerische Gewerkschaftsbund schreibt. «Die Rentenlücke bei den Frauen beträgt ein Drittel – ein Skandal!», heisst es in der Mitteilung. Die Demonstrantinnen und Demonstranten kündigten Widerstand gegen die Reformvorlage «AHV 21» an. Vom Parlament fordern sie, dass es die Renten erhöht statt kürzt. Zur Demo aufgerufen hatte ein Bündnis von Gewerkschaften, Frauenkollektiven und linken Parteien.

Die Gewerkschaft Unia organisierte Gratis-Transporte nach Bern. Die Demonstrantinnen und Demonstranten versammelten sich um 13.30 Uhr auf der Schützenmatte und starteten dann ihren Protestmarsch Richtung Bundeshaus. Seit 15 Uhr sind sie auf dem dem Bundesplatz, auf dem es Kundgebungen und Konzerte gibt.

Kommt bald die 13. AHV-Rente?

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund sammelte 137’777 Unterschriften für die Initiative «Für eine 13. AHV-Rente». Die Abstimmung soll 2023 stattfinden. Mit der AHV-Reform steigt das Rentenalter für Frauen von 64 auf 65 Jahre und der Normalsatz für die Mehrwertsteuer von 7,7 auf 8,1 Prozent. Der Nationalrat will Gewinne der Nationalbank aus Negativzinsen für die Zusatzfinanzierung der AHV nutzen, der Ständerat nicht.

Zudem wollen diverse Jungpolitiker und Jungpolitikerinnen das Rentenalter an die Lebenserwartung knüpfen. Die Jungfreisinnigen Schweiz reichten im August 145’000 Unterschriften für eine Initiative ein, die ab 2032 das Rentenalter 66 fordert und später eine Angleichung der Rente an die Lebenserwartung bringen würde. Die Initiative läuft unter dem Titel «Für eine sichere und nachhaltige Altersvorsorge (Renteninitiative)».

In diesem Video erklärt dir Anja von der Redaktion, warum die Rentenform auch dich betrifft:

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Probleme mit dem Job?

Hier findest du Hilfe:

Arbeit.swiss, Informationen und Adressen für Stellensuchende

Lohnforderung.ch, Rechte bei fristloser Kündigung

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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