Zürich-City: Taxifahrer liefern sich Raserrennen – verhaftet

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Zürich-CityTaxifahrer liefern sich Raserrennen – verhaftet

Mit bis zu 125 statt der erlaubten 50 Stundenkilometern lieferten sich zwei Taxifahrer ein Rennen mitten durch die Zürcher City. Die Polizei nahm beide Männer fest.

von
rom
Die Autos der beiden rasenden Taxifahrer wurden beschlagnahmt.

Die Autos der beiden rasenden Taxifahrer wurden beschlagnahmt.

Eine Patrouille der Kantonspolizei Zürich beobachtete in der Nacht auf Sonntag um zirka 2.30 Uhr im Bereich Mythenquai und General-Guisan-Quai, wie zwei Taxifahrer mit massiv übersetzter Geschwindigkeit unterwegs waren. Die beiden gefährdeten dadurch weitere Verkehrsteilnehmer.

Die Polizisten konnten einen der Taxifahrer, einen 41-jährigen Iraner, kurze Zeit später anhalten. Den zweiten Beteiligten, einen 49-jährigen Schweizer, ermittelten sie etwas später und trafen ihn an seinem Wohnort an.

Taxifahrer sind geständig

Bei der Kontrolle der beiden Fahrtenschreiber stellte sich laut Mitteilung der Kantonspolizei Zürich heraus, dass die Autos Spitzengeschwindigkeiten von 125 Kilometern pro Stunde erreichten. Erlaubt gewesen wären je nach Abschnitt 50 oder 60 km/h. Beide Chauffeure gaben gegenüber der Polizei zu, massiv zu schnell gefahren zu sein.

Die beiden fehlbaren Taxifahrer wurden festgenommen und werden der zuständigen Staatsanwaltschaft zugeführt. Zudem mussten die beiden Verkehrssünder ihren Führerausweis auf der Stelle abgeben. Die Autos wurden sichergestellt. Zum Zeitpunkt des Rennens führten sie laut einer Kapo-Sprecherin keine Fahrgäste mit.

«Das geht gar nicht»

Ein Rennen unter Taxifahrern «geht gar nicht», findet Marianne Ben Salah, Präsidentin des Taxiverbands Zürich: «Dadurch gefährden sie sich und auch andere.» Für diese «Dummheit» würden die Zwei nun doppelt bestraft. «Sie sind nicht nur ihren Führerausweis los, sondern verdienen nun auch kein Geld», so Ben Salah. Hinzu komme, dass die meisten Taxifahrer keine Lohnausfallversicherung hätten.

Unklar ist, ob die beiden Raser für eine der drei grossen Zürcher Taxizentralen arbeiten. An allen drei Orten waren am Sonntag auf Anfrage keine Auskünfte dazu erhältlich. Carmen Casanova, Einsatzleiterin von Taxi 444, sagte generell: «Da es sich um eine Grobfahrlässigkeit handelt, droht ihnen der Ausschluss von der Zentrale, sofern sie Mitglied sind.» Auch der Verlust der Taxilizenz sei wahrscheinlich.

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