Taxitarife: Erhöhung droht
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Taxitarife: Erhöhung droht

In keiner Deutschschweizer Stadt ist Taxifahren so günstig wie in St.Gallen. Dies könnte sich allerdings bald ändern.

«St.Gallen hat die tiefsten Taxipreise der Schweiz. Und sie haben sich seit rund zehn Jahren nicht verändert», sagt Daniel Holenstein, Inhaber von Taxi Herold. Ein Tarifvergleich auf Taxi.ch zeigt: St.Gallen liegt vor allen aufgeführten Deutschschweizer Städten. «Das sind zwar nur Empfehlungen», so Jean-Richard Salamin vom Branchenverband Taxisuisse, «die tatsächlichen Preise dürften aber in der Nähe liegen.» St.Gallen habe eben weniger Internationalität als andere Schweizer Städte, begründet er das tiefe Preisniveau.

Seit Anfang 2002 schreibt die Stadt keine Höchstpreise mehr vor. Doch die Tarife haben sich kaum verändert. Dies, obwohl den Betreibern der 142 St.Galler Taxis ihre Preisführerschaft durchaus bewusst ist: Hans-Peter Feiss, Inhaber der Taxi Sprenger AG, sagt: «Wir sollten längst fünf bis zehn Prozent aufschlagen, aber niemand traute sich bisher.» Mitbewerber Daniel Holenstein pflichtet bei: «Damit auch die Chauffeure etwas davon haben, müssten es mindestens acht bis zehn Prozent sein.» Allzu lange dürfte ein Preisschub nicht mehr auf sich warten lassen: Mehrere Taxi-Halter stellten Anpassungen in Aussicht. «Nur schon die Benzinpreise zwingen uns dazu», sagt Feiss.

Kathrin Reimann

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