Hoffen auf den Exploit: Teamküken Lisa Urech hat nichts zu verlieren
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Hoffen auf den ExploitTeamküken Lisa Urech hat nichts zu verlieren

13,0 Sekunden müsse man wohl laufen, um in die Halbfinals des 100-m-Hürdenturniers der Frauen bei den WM in Berlin zu gelangen, glaubt das Schweizer Teamküken Lisa Urech (20). Mit 13,01 hat sie sich im letzten Moment für diese WM qualifiziert.

Auf dem Papier ist die Chance der jüngsten Schweizerin im 13-köpfigen WM-Team klein, in die Halbfinals mit den besten 24 vorzustossen. Unter 40 Teilnehmerinnen nimmt sie mit ihrer Bestzeit den 29. Rang ein. Und in ihrer Serie waren schon fünf Konkurrentinnen in diesem Jahr schneller, worunter Priscilla Lopes- Schliep (12,51), die kanadische Olympiadritte von Peking 2008. Lediglich die vier Schnellsten pro Vorlauf und die insgesamt vier weiterern Zeitbesten kommen in die zweite Runde.

Die Emmentalerin Lisa Urech hat sich vorgenommen, sich an diesem Grossanlass in diesem riesigen Stadion «von nichts ablenken zu lassen, auf den Wettkampf fokussiert zu bleiben». Sie will vor allem «Konstanz erreichen», eine Zeit um 13,01 regelmässig laufen können. Die «12 vor dem Komma» hat sie sich für nächstes Jahr vorgenommen, «hätte aber auch nichts dagegen, wenn sie schon in Berlin käme.»

Beruhigend für Urech war, dass sie am letzten Donnerstag im Rahmen des U23-Mehrländerkampfs im Olymiastadion bereits ein paar Eindrücke von der Bahn und dem Umfeld sammeln konnte. «Ein bisschen angespannt» sei sie aber schon, «wegen der vielen Leute, des Stadions und der Weltklasse-Gegnerinnen». Ein Privileg: Die Hürdensprinterinnen müssen nicht am Morgen in die Startpflöcke, sondern können am Abend bei ziemlich vollem Haus zu ihren Vorläufen antreten. (si)

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