Aktualisiert 06.03.2010 18:55

SkispringenTeamspringen vom Winde verweht

Beim Teamspringen in Lahti (Fi) blieb der Wind der Sieger. Der Wettkampf wurde nach nur einem Durchgang gewertet. Norwegen siegte vor Österreich. Mit den schwierigen Verhältnissen hatte sich auch der Olympiasieger Simon Ammann auseinanderzusetzen.

Von Olympia-Revanche konnte beim ersten Wettkampf nach Vancouver nicht die Rede sein. Die schwierigen Windverhältnisse führten zu zahlreichen Unterbrüchen und veränderten Anfahrtslängen. Ammann, der wie beispielsweise auch Adam Malysz (Pol) oder Thomas Morgenstern (Ö) ein zweites Mal auf den Absprungbalken musste, flog auf 118 m. Nach Punkten entsprach dies der lediglich achtbesten Leistung unter den 13 Skispringern der letzten Abteilung. Was er unter vergleichbaren Verhältnissen drauf hat, sah Ammann beim Trainingssprung. Mit seinen 131 m setzte sich der Olympiasieger klar von den Gegnern ab.

Auch ohne Abbruch wären die Schweizer nicht zu einem zweiten Sprung gekommen. Zusammen mit Ammann belegten Marco Grignoli, Andreas Küttel und Adrian Schuler den 9. Platz. Die acht besten Teams wären in den Final vorgestossen.

Die ohne Gregor Schlierenzauer angetretenen Österreicher setzten erstmals die von Simon Ammann in Vancouver verwendete Bindung ein, gegen die sie während den Winterspielen noch heftig opponiert hatten. Doch selbst mit dieser Neuerung musste das Austria-Quartett Wolfgang Loitzl, Martin Koch, Andreas Kofler und Thomas Morgenstern den Sieg den Norwegern überlassen. Anders Bardal, Roar Ljökelsoy, Tom Hilde und Anders Jacobsen wiesen am Schluss der Windlotterie lediglich 3,0 Punkte Vorsprung auf.

Lahti (Fi). Weltcup-Skispringen. Teams (Grossschanze):

1. Norwegen (Anders Bardal/123 m, Roar Ljökelsoy/122,5, Tom Hilde/116, Anders Jacobsen/121,5) 486,6.

2. Österreich (Wolfgang Loitzl/113,5, Martin Koch/121, Andreas Kofler/116, Thomas Morgenstern/120,5) 483,6.

3. Deutschland (Michael Uhrmann/120,5, Martin Schmitt/106, Andreas Wank/115,5, Michael Neumayer/124) 457,7.

4. Polen 456,4.

5. Slowenien 436,7.

6. Japan 435,0

Ferner:

9. Schweiz (Marco Grigoli/110,5, Andreas Küttel/99,5, Adrian Schuler/96,5, Simon Ammann/118) 373,3

13 Teams.

Wertung nach nur einem Durchgang; zahlreiche Unterbrüche wegen Windturbulenzen.

(si)

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