Superhirn: Teenie erfindet angeblich den Schnelllade-Akku
Aktualisiert

SuperhirnTeenie erfindet angeblich den Schnelllade-Akku

Ein neuer Superkondensator soll Smartphone-Akkus in 20 bis 30 Sekunden aufladen. Hinter der Erfindung steht die 18-jährige Nachwuchsforscherin Eesha Khare. Doch die Story hat einen Haken.

von
owi
Die 18-jährige Eesha Khare erhält 50'000 US-Dollar für ihre Erfindung, die die Smartphone-Branche revolutionieren könnte.

Die 18-jährige Eesha Khare erhält 50'000 US-Dollar für ihre Erfindung, die die Smartphone-Branche revolutionieren könnte.

Akkus sind die Achillesferse von Smartphones, Tablets und Laptops. Die Dinger machen in der Regel nicht nur schon nach wenigen Stunden schlapp, sie brauchen auch Stunden für eine Vollladung. Hier kommt die 18-jährige Eesha Khare ins Spiel. Sie hat einen Superkondensator erfunden, der Smartphones in 20 bis 30 Sekunden vollständig auflädt.

Die Nachwuchswissenschaftlerin hat einen winzigen Kondensator entwickelt, der laut einem Bericht des US-Senders CBS in jedem Smartphone-Akku eingesetzt werden kann. Mit ihrer Erfindung werde ein ultraschneller Energietransfer ermöglicht, der den Akku in wenigen Sekunden vollständig auflädt. Damit nicht genug: Khares Erfindung schaffe bis zu 100'000 Ladezyklen - das Hundertfache heutiger Akkus.

Durchbruch für E-Autos?

Khares Erfindung könnte künftig weit über die Smartphone-Branche hinaus wirken: Leistungsschwache Akkus halten Elektromobile seit Jahren von der Strasse fern. Eine neue Akku-Generation, mit der ein E-Auto innerhalb von Sekunden oder Minuten, aufgeladen ist, könnte die Konsumenten doch noch vom Elektromobil überzeugen.

Mit dem Superkondensator hat die Jungforscherin beim Wissenschafts-Wettbewerb «International Science and Engineering Fair» den zweiten Platz belegt, wofür sie 50'000 US-Dollar erhielt, schreibt das Online-Portal rawstory.com. Das junge Superhirn wird nun bereits von den Technologie-Giganten umworben. So soll Google bei der 18-Jährigen angeklopft haben.

Der Wettbewerb wird von Prozessor-Hersteller Intel gesponsert. Mit Khare ex ae­quo auf dem zweiten Platz landete Henry Wanjune, der mit seiner Forschung der dunklen Energie im Weltall auf der Spur ist. Den diesjährigen Siegercheck über 75'000 Dollar hat der 19-jährige Gorden E. Moore eingestrichen, der ein günstiges, sich selbst steuerndes Auto erfunden hat.

Über 1600 schlaue Köpfe aus aller Welt haben sich beim Wettbewerb für Jungforscher gemessen.

Update:

Die Akku-Revolution verzögert sich: Superkondensatoren, wie die Schülerin sie konstruiert hat, lassen sich zwar schnell laden, können aber pro Volumen weitaus weniger Energie aufnehmen als ein aktueller Akku. «Um dieselbe Energiemenge zu speichern, die im Akku eines aktuellen Handys steckt, müsste er etwa ein halbes Kilo wiegen», schreibt Focus Online. Den Wissenschaftspreis habe die Schülerin dennoch zurecht erhalten, stellt das Online-Magazin klar.

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