St. Gallen: Teenie verbreitet eigene Vandalismus-Videos und kriegt saftige Busse

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St. GallenTeenie verbreitet eigene Vandalismus-Videos und kriegt saftige Busse

Ein junger Mann filmte sich wiederholt, wie er Feuerwerk entzündet und einen Molotowcocktail auf die Strasse wirft. Die von ihm verschickten Filme führten nun zu seiner Verurteilung via Strafbefehl.

von
Leo Butie
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Ein heute 20-Jähriger schickte Videos an einen Instagram-Kanal, in denen er unter anderem Feuerwerk zündete und einen Molotowcocktail auf die Strasse warf.

Ein heute 20-Jähriger schickte Videos an einen Instagram-Kanal, in denen er unter anderem Feuerwerk zündete und einen Molotowcocktail auf die Strasse warf.

20Min/Leo
Die Kantonspolizei St. Gallen machte ihn ausfindig. Bei der Hausdurchsuchung wurden eine Gaspistole, ein Schlagstock und eine Petarde gefunden. (Symbolbild)

Die Kantonspolizei St. Gallen machte ihn ausfindig. Bei der Hausdurchsuchung wurden eine Gaspistole, ein Schlagstock und eine Petarde gefunden. (Symbolbild)

Kantonspolizei St. Gallen
Der Mann wurde nun per Strafbefehl zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten und einer Busse von knapp über 6000 Franken verurteilt.

Der Mann wurde nun per Strafbefehl zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten und einer Busse von knapp über 6000 Franken verurteilt.

Kantonspolizei St. Gallen

Darum gehts 

Ein junger Mann aus dem Rheintal wird von der Staatsanwaltschaft zur Kasse gebeten. Der heute Volljährige hatte im Jahr 2020 diverse Straftaten begangen und sich dabei gefilmt. Die Videos schickte er an einen heute deaktivierten Instagram-Kanal, der diese dann veröffentlichte. Die Kantonspolizei St. Gallen stiess aufgrund einer Untersuchung auf den Kanal und kam dem Mann so auf die Schliche.

Der Mann hatte als Jugendlicher gefilmt, wie er an verschiedenen Orten Feuerwerk entzündete und einen Molotowcocktail auf die Strasse warf. Auch setzte er einen Abfalleimer mit Feuerwerk in Brand.
Aufgrund der Videos, die er an den Instagram-Kanal sendete, wurde eine Hausdurchsuchung angeordnet.

Zu hoher Geldstrafe verdonnert

Bei der Durchsuchung wurden auf seinem Handy Videos mit harter Pornografie und extremen Gewaltdarstellungen gefunden. Zudem wurden eine meldepflichtige Gaspistole, ein Schlagstock und eine Petarde sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft zeigte bei der Strafzumessung Kulanz. Der Mann war bei einer Vielzahl der Straftaten noch minderjährig und habe laut Strafbefehl aus «jugendlichem Leichtsinn» gehandelt. 

Nichtsdestoweniger wurde der Mann nun zu einer bedingten Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt. Dies unter anderem wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz, der Sachbeschädigung und der mehrfachen Gefährdung durch Sprengstoffe oder giftige Gase ohne verbrecherische Absicht. Darüber hinaus muss er eine Busse von 1100 Franken zahlen. Inklusive der Auslagen summiert sich der Betrag auf knapp über 6000 Franken. Gegen den Strafbefehl kann Einsprache erhoben werden.

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