Horror im Iran: Teheran kämpft gegen 5-Kilo-Ratten
Aktualisiert

Horror im IranTeheran kämpft gegen 5-Kilo-Ratten

Irans Hauptstadt Teheran wird von einer Rattenplage heimgesucht. Doch statt der üblichen 60 Gramm wiegen die Nager fünf Kilo. Die Armee hat Scharfschützen aufgeboten.

von
aeg
In Teheran sind die Monsterratten los. (Bild: Reuters/Keystone)

In Teheran sind die Monsterratten los. (Bild: Reuters/Keystone)

Als wäre der Kampf gegen den übermächtigen Westen nicht genug, muss sich der Iran nun auch gegen einen weiteren übergrossen Feind wehren: Riesenratten. Schätzungsweise 25 Millionen der grossen Viecher machen derzeit die Hauptstadt Teheran unsicher.

Die iranische Regierung hat als Reaktion auf die Plage 40 Armee-Scharfschützen-Teams auf die Vierbeiner angesetzt. Mit mässigem Erfolg – bis jetzt wurden erst rund 2200 Tiere erlegt. Auch die Standardmassnahmen gegen die Ratten helfen wenig. Katzen als natürliche Feinde fallen aufgrund ihrer Grösse weg. Bisher eingesetztes Gift hat keinen Effekt auf die Riesen.

26 Viertel der Millionenstadt sind von den Monsterratten befallen. Besonders betroffen sind Restaurants und Abfallcontainer. Wegen der fehlenden Kanalisation ist Teheran seit jeher ein Paradies für Ratten. Nun droht die Lage zu eskalieren.

«Katzen sind jetzt kleiner als sie»

«Sie sind grösser und sehen anders aus. Eine solche Entwicklung dauert normalerweise Millionen von Jahren. Diese Tiere sind von 60 Gramm auf rund fünf Kilogramm gewachsen. Katzen sind jetzt kleiner als sie», sagt der Umweltdirektor der Stadt Teheran und vermutet eine genetische Mutation als Ursache.

Ob die Riesenratten tatsächlich durch Mutation entstanden, ist umstritten. Dr. David Baker von der Universität Louisiana sagt der «Huffington Post»: «Beinahe alle genetischen Veränderungen in der Biologie haben einen Nachteil für die Betroffenen zur Folge. Es ist nicht wie in den Science-Fiction-Filmen.»

Ratten seien auch in anderen Teilen der Welt ähnlich stark gewachsen. Verschiedene Arten könnten laut Baker auf die Grösse der iranischen Ratten anwachsen. Grund sei, dass das Wachstum nach der Pubertät nicht aufhöre. Im Mittelalter in Europa hätten normale schwarze Ratten gar Babys mitgenommen, die kleiner waren als sie, so Baker.

(Video: CNN)

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