Aktualisiert 07.02.2020 21:46

Fed-CupSchweizerinnen nehmen Kurs auf Budapest

Am Fedcup siegen Jil Teichmann und Belinda Bencic gegen die Kanadierinnen souverän. Die Qualifikation fürs neue Finalturnier im April ist zum Greifen nah.

von
Simon Graf
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Das Schweizer Fedcup-Team um Captain Heinz Günthardt besteht aus Timea Baczinsky, Stefanie Vögele, Viktorija Golubic, Jil Teichmann und Belinda Bencic (v.l.).

Das Schweizer Fedcup-Team um Captain Heinz Günthardt besteht aus Timea Baczinsky, Stefanie Vögele, Viktorija Golubic, Jil Teichmann und Belinda Bencic (v.l.).

Keystone/Peter Klaunzer
Jil Teichmann gewinnt ihr Einzel gegen die Kanadierin Leylah Fernandez ohne grössere Probleme 7:6, 6:4.

Jil Teichmann gewinnt ihr Einzel gegen die Kanadierin Leylah Fernandez ohne grössere Probleme 7:6, 6:4.

Keystone/Peter Klaunzer
Einzig gegen Ende des ersten Satzes wird sie nervös und muss ein Break hinnehmen. Hier bespricht sie sich mit Team-Captain Heinz Günthardt.

Einzig gegen Ende des ersten Satzes wird sie nervös und muss ein Break hinnehmen. Hier bespricht sie sich mit Team-Captain Heinz Günthardt.

Keystone/Peter Klaunzer

Budapest ist eine wunderschöne Stadt. Die besten Schweizer Tennisspielerinnen dürfen sich darauf einstellen, dass sie ihr Mitte April einen Besuch abstatten werden. Denn da findet das neu eingeführte WTA-Finale mit zwölf Teams statt. Und die Schweizerinnen trennt nach dem Auftakttag gegen Kanada nur noch ein Sieg zur Qualifikation. Zuerst legte Jil Teichmann (WTA 68) gegen die 17-jährige Leylah Fernandez (185) mit einem 7:6, 6:4 vor, danach liess Belinda Bencic (5) der Doppelspezialistin Gabriela Dabrowski (448) keine Chance und siegte standesgemäss 6:1, 6:2.

Für die Kanadierinnen, ohnehin als Aussenseiterinnen angereist, kam erschwerend dazu, dass die designierten Nummern 1 und 2 für Freitag Forfait geben mussten: Für US-Open-Siegerin Bianca Andreescu (6), die seit dem WTA-Finale in Shenzhen wegen ihres Knies nie mehr gespielt hatte, kam ein Einsatz zu früh. Und dann fiel auch noch Eugenie Bouchard (267) aus, weil sie sich im Training am Handgelenk verletzt hatte.

Die junge Fernandez, die Pariser Juniorensiegerin 2019, deutete ihr grosses Potenzial gegen Teichmann an, sorgte nach einem Fehlstart für eine weitgehend ausgeglichene Partie. Doch Teichmann war bei ihrem Fed-Cup-Debüt im Einzel in den entscheidenden Phasen die entschlossenere Spielerin. «Es war schön zu sehen, wie sie in Drucksituationen ihre Leistung brachte», lobte sie Heinz Günthardt. Bencic liess dann gegen Dabrowski, Wimbledon-Finalistin 2019 im Doppel, keine Spannung aufkommen. Und die Schweizer Teamleaderin kann am Samstag im dritten Einzel bereits die Entscheidung herbeiführen.

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