Aktualisiert 24.01.2008 13:59

Teilerfolg für Alinghi

Im permanenten Streit zwischen der Société Nautique de Genève (SNG/Alinghi) und dem Golden Gate Yacht Club (GGYC/BMW Oracle) haben die Schweizer am Mittwoch einen Teilerfolg errungen.

Sie dürfen bis am Montag zusätzliche Unterlagen einreichen. Danach wird die Rechtmässigkeit der Herausforderung des GGYC weiter untersucht.

Ernesto Bertarelli, der Präsident des Syndikats Alinghi, nimmt (wie auch Skipper Brad Butterworth) gegenwärtig an einem Farr-40- Event vor Key West im US-Staat Florida teil. Am Rande des Events stellte sich Bertarelli den Medien und beantwortete Fragen zur «never ending story».

Ernesto Bertarelli, was würde es für die Zukunft des Cups bedeuten, wenn der Richter die Herausforderung des GGYC für ungültig erklären sollte?

Ernesto Bertarelli: «Wir könnten mit dem 33. America's Cup wieder Kurs nehmen auf einen Event für 2011 mit vielen Challengern- entsprechend dem Protokoll, den Reglementen und Bestimmungen, auf die sich im letzten Jahr nicht weniger als zwölf gemeldete Herausforderer geeinigt haben. Dazu kommen noch fünf Teams, die sich in der Warteschlaufe befinden.»

Welches sind die Pläne für Valencia?

«Wir planen, 2011 in Valencia einen Anlass mit vielen Challengern auszutragen. In der Zwischenzeit arbeiten wir mit der Stadt, um sicherzustellen, dass der Hafen Darsena weiter mit Leben erfüllt bleibt, bis der Cup zurückkommt.»

Falls Alinghi vor Gericht gewinnen sollte, würden Sie dann den Royal Thames Yacht Club als Challenger of Record akzeptieren? Der Klub hat ja diese Woche eine Herausforderung deponiert.

«Es ist zu früh, darüber zu spekulieren, da der gültige Challenger of Record bis zum definitiven Urteil des Richters Club Nautico Español de Vela (CNEV) heisst.»

Würde in diesem Fall eine Herausforderung des GGYC für den 33. America's Cup akzeptiert?

«Wir würden den GGYC natürlich lieber auf dem Wasser in einem AC90-Boot schlagen als weiter mit ihm vor Gericht zu kämpfen. Aber als Treuhänder des America's Cup haben wir die Verpflichtung, den Anlass und seine Regeln zu schützen. Wir können keine unrechtmässige Herausforderung akzeptieren.»

Hat die Société Nautique de Genève die Herausforderung des Royal Thames Yacht Club akzeptiert?

«CNEV ist der gültige Challenger of Record und bleibt dies auch, bis ein definitives Urteil gefällt ist. Falls und wenn dies passieren sollte, wird die SNG die Herausforderungen anschauen müssen, die sie in der Zwischenzeit erhalten hat.»

Wie stehen Sie zum Vorschlag, den das Team Origin vom RTYC gemacht hat?

«Wir haben eine Vision für den Cup und wollen mit jedem Challenger zusammenarbeiten, der diese Vision teilt. Im Brief von Team Origin wurde zum Ausdruck gebracht, dass sie unsere Vision für einen Cup 2011 in Valencia mit vielen Challengern teilen.»

(si)

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