Aktualisiert 14.06.2005 22:40

Teilsieg für VCS

Der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) hat im Streit um den Ausbau des Einkaufszentrums Carrefour in Urtenen- Schönbühl einen Teilsieg errungen.

Laut einem Entscheid des Kantons müssen die Parkplätze von der ersten Minute bewirtschaftet werden. Die kantonale Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK) hat eine Beschwerde des VCS im Zusammenhang mit der Carrefour- Erweiterung teilweise gutgeheissen, wie es in einer Mitteilung des Amts für Information vom Dienstag heisst.

Die Distributis AG möchte die Verkaufsfläche im Erdgeschoss vergrössern und ein Restaurant bauen. Vorgesehen ist zudem eine neue Einstellhalle im Untergeschoss und eine neue oberirdische Parkieranlage. Dabei wird mit einer Verkehrszunahme von 1000 Fahrten pro Tag gerechnet.

Gegen die Genehmigungsverfügung der Amtes für Gemeinden und Raumodnung führten Anwohner und der VCS Beschwerde. Sie forderten eine Parkplatzbewirtschaftung ab der ersten Minute und einen besseren Anschluss an den öffentlichen Verkehr.

Die JGK ist zum Schluss gekommen, dass gegen die Parkplatzbewirtschaftung nichts einzuwenden sei. In Urtenen- Schönbühl sei die Belastung mit Luftschadstoffen (Stickoxid, Ozon) über dem Jahresgrenzwert. Damit seien die Behörden verpflichtet, verschärfte Emissionsbegrenzungen festzulegen.

Die Einführung einer Parkplatzbewirtschaftung auf den Kundenparkplätzen sei eine solche Verschärfung. Die Bewirtschaftung soll laut JGK allerdings so lange aufgeschoben werden, bis auch das Shoppyland Gebühren auf ihren Parkplätzen erhebt. Das verlange der Grundsatz der Gleichbehandlung.

Bei der Anbindung von Carrefour an den öffentlichen Verkehr kam die JGK dagegen zum Schluss, dass die gesetzlichen Anforderungen erfüllt seien. Das Einkaufszentrum sei durch die Bahnlinien von RBS und SBB erschlossen sowie durch einen Ortsbus.

(sda)

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