Tel 143 bietet Hilfe für verzweifelte Arbeitslose
Aktualisiert

Tel 143 bietet Hilfe für verzweifelte Arbeitslose

Immer mehr Stellensuchende vereinsamen in ihrem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Mit einer Schoggi-Aktion im RAV will Die Dargebotene Hand den Verzweifelten aus der Isolation helfen.

«Es kann jeden treffen, vom Büezer bis zum Akademiker», sagt Jean-Claude Keusen, Leiter Telefon 143, Die Dargebotene Hand. Damit verzweifelte Stellensuchende nicht alleine im Regen stehen, wurde die Aktion «Solidarität mit Menschen ohne Arbeit» lanciert. Um auf das Angebot aufmerksam zu machen, liegen in allen regionalen RAV-Stellen im Kanton Bern Schöggeli mit dem Telefon-143-Logo auf. Ein Infotext klärt auf.

«Wir sind vermehrt mit Arbeitslosen konfrontiert, die nach unzähligen Bewerbungen massive Zukunftsängste haben», bestätigt Stefan Winzeler, Projektleiter von der Regionalen Arbeitsvermittlungsstelle (RAV) Bern und Mittelland. Vor allem wenn es gegen die Weihnachtszeit gehe, würden die Fälle zunehmen.

Die Dargebotene Hand bietet schon heute täglich 40 bis 50 verzweifelten Anrufern ein offenes Ohr. Jährlich sind das gegen 18 000 Hilfesuchende. «Wir möchten den Betroffenen aus der Isolation helfen und als Ansprechpartner für sie da sein», sagt Keusen. «Und zwar anonym, jeden Tag und rund um die Uhr.»

Alessandro Meocci

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