Aktualisiert

TV-QuotenstreitTelebasel glaubt nicht an seine neue tiefe Quote

Die neue Messung der Zuschauerzahlen lässt Telebasel abstürzen. Der Lokalsender zweifelt das Ergebnis stark an.

von
Lukas Hausendorf

Die lange unter Verschluss gehaltenen Zuschauerzahlen, die Mediapulse für sämtliche Schweizer TV-Veranstalter erhebt, sind für Telebasel nicht erfreulich: Die Quote des Basler Lokalsenders stürzte demnach seit Neujahr um 18 Prozent ab, wie Onlinereports.ch berichtete. Nicht einmal mehr 80 000 Zuschauer erreiche das Lokalfernsehen – wenn diese Zahlen tatsächlich stimmen.

Die neue Messmethode ist nämlich bei den Privat- und Lokalsendern, die in der jüngsten Erhebung die grossen Verlierer sind, höchst umstritten. Auch Telebasel hat grosse Zweifel an ihrer Richtigkeit. «Wir haben 300 000 regelmässige Zuschauer», behauptet Geschäftsführer Dominik Prétôt. Diese Zahl gehe aus einer repräsentativen Marktforschung durch das Institut Demoscope hervor, die Telebasel selbst in Auftrag gab. «Die nützt uns im regionalen Markt viel mehr», so Prétôt. Darum überlegt sich Telebasel nun, den Vertrag mit Mediapulse zu kündigen. Ein Entscheid soll laut Prétôt morgen fallen.

Auch für Chefredaktor Willy Surbeck sind die Zahlen, die Telebasel selbst erheben liess, viel plausibler. Schliesslich habe der Sender seit 2010 sein Programm verdreifacht. «Das muss mehr Zuschauer geben», sagt Surbeck. Ein Indiz dafür sei, dass der Sender «vermehrt Stadtgespräch» sei.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.