Aktualisiert 19.10.2006 21:40

Telefon-Dolmetscher sind in Spitälern heiss begehrt

Telefon-Dolmetscher am Krankenbett: Immer mehr Spitäler setzen auf professionelle Übersetzung.

Spitäler sind tagtäglich mit Sprachproblemen konfrontiert. Besonders wenn es um komplexe Themen wie Leiden oder Sterben geht, stossen Ärzte und Pfleger bei ausländischen Patienten oft an ihre Grenzen.

Um die Gefahr von Missverständnissen einzudämmen, ziehen immer mehr Krankenhäuser einen Telefon-Dolmetscher bei. «Der Interpret vermittelt via Telefon zwischen Arzt und Patient», sagt Heinrich Neuweiler, Leiter Pflege vom Kantonsspital Chur. Eine geniale Sache, das Spital spare Zeit und der Patient werde kompetent behandelt. Die Kosten von drei Franken pro Minute würden über die Tagespauschale abgerechnet.

Ron Halbright von Telelingua hat die Sprachhilfe letzten März ins Leben gerufen. Er beschäftigt 16 Dolmetscher, die Albanisch und Türkisch übersetzen. Ab Januar werde die Sprachpalette auf Tamilisch, Serbisch, Kroatisch, Italienisch und Portugiesisch erweitert. Bereits vier Krankenhäuser profitieren von Telelingua, mit zwei weiteren sei er in Verhandlung. «Bis in einem Jahr wollen wir 30 Spitäler bedienen», so Halbright. Zudem soll die Sprachhilfe auf Apotheken, Beratungsstellen und Gefängnisse ausgedehnt werden.

Romina Lenzlinger

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