Fast hundert reichten Petition ein: Pöschwies-Häftlinge wollen Telefone in den Zellen und mehr Besuche
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Fast hundert reichten Petition einPöschwies-Häftlinge wollen Telefone in den Zellen und mehr Besuche

Über 30 Forderungen haben rund 100 Pöschwies-Insassen in einem zwanzigseitigen Schreiben aufgestellt und dem Zürcher Regierungsrat geschickt. Dort nimmt man die Anregungen ernst.

von
Monira Djurdjevic
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Fast hundert der insgesamt rund 370 Pöschwies-Insassen haben ein zwanzigseitiges Schreiben unterschrieben und dem Zürcher Regierungsrat geschickt. 


Fast hundert der insgesamt rund 370 Pöschwies-Insassen haben ein zwanzigseitiges Schreiben unterschrieben und dem Zürcher Regierungsrat geschickt.

Tamedia AG/Thomas Egli
Die Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Pöschwies in Regensdorf ZH fordern bessere Haftbedingungen.

Die Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Pöschwies in Regensdorf ZH fordern bessere Haftbedingungen.

zh.ch
So wollen die Gefangenen beispielsweise ihre eigenen Computer und Spielkonsolen benutzen, selbst kochen, beim Menüplan mitsprechen und ihre privaten Kleider tragen dürfen.

So wollen die Gefangenen beispielsweise ihre eigenen Computer und Spielkonsolen benutzen, selbst kochen, beim Menüplan mitsprechen und ihre privaten Kleider tragen dürfen.

Tamedia AG/Thomas Egli

Darum gehts

  • Ein Pöschwies-Insasse hat eine Petition «zur Verbesserung unserer misslichen Lage» verfasst.

  • Fast hundert der insgesamt rund 370 Insassen haben das zwanzigseitige Schreiben unterschrieben.

Die Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Pöschwies in Regensdorf ZH fordern bessere Haftbedingungen. Einer der Insassen hat eine Petition «zur Verbesserung unserer misslichen Lage» verfasst. Das berichtet der «Tages-Anzeiger». Fast hundert der insgesamt rund 370 Insassen haben das zwanzigseitige Schreiben unterzeichnet und darin über 30 Forderungen aufgestellt.

So wollen die Gefangenen beispielsweise ihre eigenen Computer und Spielkonsolen benutzen, selbst kochen, beim Menüplan mitsprechen und ihre privaten Kleider tragen dürfen. Auch ein wichtiges Anliegen ist den Insassen der Hofgang und die Möglichkeit, Sport zu treiben. Zudem wünschen sich die Gefangenen Telefone in den Zellen und mehr Besuche empfangen zu dürfen.

Den geltenden Arbeitszwang wollen die Gefangenen hingegen abschaffen. Dazu heisst es: «Gefangene sollen, wie in anderen Ländern üblich, selbst entscheiden können, ob sie arbeiten wollen oder nicht. Der Zwang und die damit einhergehenden destruktiven Folgen wie Depressionen erschweren die Wiedereingliederung.»

Die Petition wurde in der Zwischenzeit dem Zürcher Regierungsrat geschickt. Er hat sechs Monate Zeit, zu reagieren. Die Justizdirektion von Jacqueline Fehr (SP) will gegenüber dem «Tages-Anzeiger» keine Stellung zu den einzelnen Forderungen nehmen. Man nehme die Anregungen aber auf jeden Fall ernst.

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