Tempo 60 in Luzerner Autobahntunnel
Aktualisiert

Tempo 60 in Luzerner Autobahntunnel

Nach einer erneuten Unfallserie im Tunnel Spier der Autobahn A2 in Horw haben die Luzerner Behörden vorübergehend Tempo 60 auf diesem Abschnitt verfügt.

Möglicherweise führte ein rutschiger Belag dazu, dass die Lenker ins Schleudern gerieten.

Der Luzerner Kantonsingenieur Fredy Rey bestätigte am Montag entsprechende Medienberichte. Die Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern gilt bis auf weiteres bei der Tunneleinfahrt in Fahrtrichtung Norden. In der Nacht auf Dienstag soll der Belag aufgeraut werden, um seine Griffigkeit bei Nässe zu verbessern.

Am Freitagmorgen waren bei einer Serie von sieben Unfällen auf 300 Metern Strecke zwölf Fahrzeuge beteiligt. Die Unfallverursacher waren auf der regennassen Fahrbahn bei der Einfahrt in den Tunnel ins Schleudern geraten. Grund: Auf dem Belag hatte sich ein schmieriger Film gebildet.

Obwohl die Fahrbahn danach mit Hochdruck gereinigt wurde, kam es am frühen Sonntagmorgen um 1.00 Uhr zu drei weiteren Unfällen mit mehreren Autos. Auch deren Lenker waren auf der nassen Strasse ins Schleudern geraten. Bei den Unfällen waren zwei Personen verletzt worden, der Sachschaden beträgt insgesamt rund 100 000 Franken.

An einer Krisensitzung am Sonntagnachmittag wurde deshalb die neue Höchstgeschwindigkeit beschlossen. Offenbar sei der Belag im Tunnel bei Nässe ungenügend griffig, sagte Kantonsingenieur Rey. Der Belag war 2001 eingebaut worden. Ob bei seiner Zusammensetzung Fehler gemacht wurden, sollen weitere Untersuchungen zeigen.

(sda)

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