29.10.2020 14:09

Kritik am GOATTennis-Profi greift Roger Federer in seiner Biografie heftig an

Gilles Simon ist nicht gerade gut auf den Schweizer zu sprechen. Der Franzose hofft unter anderem, dass Federer seine Rekorde verliert.

von
Adrian Hunziker
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Gilles Simon (r.) kritisiert Roger Federer in seiner Biografie. 

Gilles Simon (r.) kritisiert Roger Federer in seiner Biografie.

Foto: Keystone
Der Schweizer überstrahle alles, das sei vor allem schwierig für die jungen Generationen, die so gut sein möchten, wie der 20-fache Grand-Slam-Sieger. 

Der Schweizer überstrahle alles, das sei vor allem schwierig für die jungen Generationen, die so gut sein möchten, wie der 20-fache Grand-Slam-Sieger.

Foto: Keystone
Aber der Franzose lobt Federer auch, vor allem sein Durchhaltevermögen. 

Aber der Franzose lobt Federer auch, vor allem sein Durchhaltevermögen.

Foto: Keystone

Darum gehts

  • Der Franzose Gilles Simon hat seine Biografie herausgebracht.

  • In dieser kritisiert er Roger Federer.

  • Der Schweizer überstrahle alles und das sei so nicht gut.

  • Deshalb wünscht sich Simon, dass Federers Rekorde bald gebrochen würden.

  • Simon kritisiert den Schweizer aber nicht nur, er lobt ihn auch.

Ist es Frust? Oder Neid? Oder einfach, um auf sich aufmerksam zu machen? Gut möglich, dass es eine Kombination davon ist, warum der Tennis-Profi Gilles Simon Roger Federer öffentlich kritisiert. Der Franzose tat das in seiner Biografie «Ce sport qui rend fou»«Der Sport, der dich verrückt macht», die am Mittwoch auf Französisch erschienen ist.

Bereits in Kapitel 2, «Der Mythos Federer», nimmt sich der 35-Jährige den 20-fachen Grand-Slam-Sieger zur Brust. «Federer hat uns bereits zwanzig Jahre gekostet. Es wäre gut, wenn er uns nicht noch zwanzig weitere kostet», steht da unter anderem. Simon will damit sagen, dass die Strahlkraft Federers alles überragt. Zwar mache Federer die beste Werbung, «die unser Sport haben kann», so Simon, aber durch seinen Einfluss verheize er auch junge Spieler. Denn man bringe den Junioren bei, so zu spielen wie Federer, damit sie gewinnen. Aber: «Bis man jemanden findet, der sein Spiel reproduzieren kann, muss man lange suchen.» Und daran zerbrechen viele Spieler.

Beeindruckt von Federers Körper

Deshalb wünscht sich Simon (ATP 58), dass Rafael Nadal und Novak Djokovic bald Federers Rekorde brechen. «Man könnte dann noch immer sagen, er sei der wunderbarste, fabelhafteste, effizienteste und grösste Spieler aller Zeiten. Aber wir wären dann nicht mehr gezwungen, es nur so zu sehen», schreibt Simon.

Aber der Mann aus Nizza lästert nicht nur, er respektiert den Schweizer auch. Am meisten beeindrucke ihn an Federer dessen physische Gewalt, sein Körper.

Den ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie hier (Bezahlschranke).

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43 Kommentare
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Robbie B.

30.10.2020, 14:08

Nun, wenn er Federer runter macht, sollte er dies auch bei Nadal ind Djokovic tun. Bei diesen extremen Spielertypen und ihren riesigen Erfolgen würde auch manch Juniorspieler zusammenbrechen.

Mando

30.10.2020, 11:32

Simon hatte nicht wirklich viel gegen Federer auf dem Platz zu bestellen. Das ist wohl seine Art der Abrechnung mit ihm. Glaube nicht, dass Federer sich daran stören wird.

Chrischi

30.10.2020, 06:19

Tönt eher wie ein kritisch formuliertes Kompliment.