US Open: Tennis-Revolution dürfte vertagt werden
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US OpenTennis-Revolution dürfte vertagt werden

Die grossen drei regieren mit eiserner Hand. Zuletzt gab es am US Open 2014 einen neuen Major-Champion.

von
Simon Graf
USA

Federer unterlag in Cincinnati dem aufstrebenden Daniil Medwedew. (Video: AP)

Als es letztmals einen neuen Grand-Slam-Sieger bei den Männern gab, hätte man es für einen schlechten Witz gehalten, wäre einem gesagt worden, dass Donald Trump der nächste US-Präsident sein würde. Am 8. September 2014 besiegte Marin Cilic in einem einseitigen Endspiel einen müden Kei Nishikori in drei Sätzen. Die beiden hatten zuvor in den Halbfinals Roger Federer und Novak Djokovic bezwungen. Es fühlte sich an wie der Vorbote einer Wachablösung.

Cilic bedankte sich nach seinem Triumph in New York bei Stan Wawrinka, der mit seinem Australian-Open-Titel im Januar die Tür für neue Sieger geöffnet habe. Diese Türe hat sich schnell wieder geschlossen. Die folgenden 19 Major-Champions hiessen entweder Djokovic (9), Nadal (4), Federer (3), Wawrinka (2) oder Murray (1).

Braucht noch mehr Erfahrung

In Wimbledon schienen die grossen drei der Konkurrenz so weit entrückt wie schon lange nicht mehr. Die Herausforderer auf den Rängen 4 bis 6 – Dominic Thiem, Alexander Zverev und Stefanos Tsitsipas – schieden alle in Runde 1 aus.

Der grosse Aufsteiger der letzten Wochen war Daniil Medwedew, der in Cincinnati Djokovic schlug und auf Rang 5 vorstiess. Doch so richtig zuzutrauen, der nächste Major-Sieger zu werden, scheint sich der 23-Jährige nicht. So sagte er: «Ein Grand Slam dauert zwei Wochen, das heisst, du musst zwei Wochen konstant sein, dich gut fühlen, dich nicht verrückt machen lassen. Ich glaube, dafür brauche ich mehr Erfahrung.»

Federer besteht Überraschungstest gegen Nagal an den US Open

Roger Federer erholte sich nach einem wackeligen Start. Er verbesserte sich in der ersten Runde der US-Open mit seinem Sieg gegen den Inder Sumit Nagal auf 19:0.
(Video: USTA, IMG Media via AP)

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