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Vögel, Dunkelheit, OsterhaseTennis-Stars haben Phobien – teils kuriose

Tennis-Cracks sind auch nur Menschen – wie schön. Und darum haben sie wie Normalsterbliche mit Phobien zu kämpfen.

von
dmo
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Sloan Stephens ist nicht unbedingt der grosse Freund von Vögeln. In ihrer Erstrunden-Partie in Paris kam ihr eine Taube etwas gar nahe.

Sloan Stephens ist nicht unbedingt der grosse Freund von Vögeln. In ihrer Erstrunden-Partie in Paris kam ihr eine Taube etwas gar nahe.

AFP/Miguel Medina
Ob es die gleiche war, die auch über Venus Williams kreiste, ist nicht bekannt.

Ob es die gleiche war, die auch über Venus Williams kreiste, ist nicht bekannt.

epa/Etienne Laurent
Rafael Nadal ist ein Muskelprotz und ein wahres Biest auf dem Tennis-Court.

Rafael Nadal ist ein Muskelprotz und ein wahres Biest auf dem Tennis-Court.

AFP/Patrick Kovarik

In der ersten Runde der French Open am vergangenen Montag warf Sloane Stephens Venus Williams aus dem Rennen. Stephens gewann 7:6, 6:1. Neben der Freude nahm sie jedoch auch einen kleinen Schock mit aus der Partie. Sie fühlte sich wohl wie in einem Film von Alfred Hitchcock. Eine Taube hatte sich der Spielerin «bedrohlich» genähert. «Es war ein sehr dramatischer Moment,» sagte sie nach dem Spiel.

«Ich dachte, der Vogel sei viel näher, als er tatsächlich war. Es war schlicht beängstigend, und so musste ich schreien.» Auf die Frage, ob sie generell Angst habe vor Vögeln, meinte Stephens weiter: «Ja, ich habe vor allem Angst vor dem, was von irgendwo vom Himmel hinabgestürzt kommt.» Es deutet einiges auf Ornithophobie hin – die Angst vor Vögeln.

Stephens ist nicht alleine

Die Amerikanerin muss sich dafür keinesfalls schämen. Sie ist gut aufgehoben in einem Kreis weiterer Tennis-Stars, die auch so ihre Ängste haben – und was für welche!

Da hätten wir Rafael Nadal. Der Spanier mit dem beeindruckenden Bizeps hat doch tatsächlich Angst vor der Dunkelheit – im Fachjargon auch bekannt unter dem Namen Achluophobie oder auch Scotophobie. Gegenüber Eurosport gab er zu, dass er die Dunkelheit wirklich hasse. «Ich bekomme Angst, wenns dunkel wird.» Und zur Vogue meinte er: «Alleine in der Nacht zuhause zu sein, das macht mich ein wenig nervös. Ich schlafe dann auf dem Sofa vor dem Fernseher und mit allen Lichtern an.» Zudem hat Nadal auch Angst vor dem Donner.

Und, haben sich Ihre Mundwinkel bereits bis zu den Ohren hinaufgezogen? Es kommt noch besser. Denn auch Roger Federer ist nicht frei von Phobien.

«Mich versetzen viele Dinge in Angst. Ich kann gut ohne Spinnen und Schlangen leben.» O.k., ist irgendwie zu verstehen. Etwas kurioser ist dann bereits die Vorstellung, in einem leeren Raum Fallschirm zu springen. Denn auch davor hat der Maestro Angst. Kann ja eigentlich gut vermieden werden. Und auch auf grosse Achterbahnen sowie Skydiving und Bungeejumping kann der Schweizer gut verzichten.

Serena Williams teilt ihre Angst mit unzähligen anderen Erdenbürgern. Sie hat schlicht Schiss vor dem Fliegen. «Wenn es Turbulenzen gibt, dann bleibt mir das Herz stehen. Ich bete vor jedem Flug.»

Das Beste kommt zum Schluss

Jetzt aber heisst es festhalten. Die wohl ungewöhnlichste Phobie hat ganz klar Andy Roddick. Er hat Angst vor dem Osterhasen! Bei einer Davis-Cup-Auslosung in Houston war der US-Amerikaner mit weiteren Spielern zu einem Osterbrunch eingeladen. Bei diesem sorgten süsse Maskottchen in Hasenkostümen für gute Laune – doch nicht für die von Roddick. Mitarbeitende hätten bemerkt, dass er zunehmend nervös wurde und darum bat, dass sie sich von ihm fernhalten sollen. Die Angst vor Hasen heisst übrigens Leporiphobie.

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