Aktualisiert 28.07.2004 08:43

Teresa Heinz Kerry wirbt für ihren Mann

Am Parteitag der US-Demokraten hatte gestern Abend Kerrys Frau die Aufgabe, die emotionale Seite des Kandidaten zu präsentieren. In ihrer feurigen Rede beschrieb Teresa Heinz Kerry ihren Mann als Kämpfertyp.

Neben anderen wandte sich dabei Teresa Heinz Kerry, die Ehefrau des Präsidentschaftskandidaten John Kerry, an die Delegierten.

In der mit Spannung erwarteten und umjubelten Rede warb Teresa Heinz Kerry am Dienstagabend (Ortszeit) für ihren Mann, den sie als «Kämpfer» beschrieb, «der energisch wie kein anderer die Nation verteidigen wird».

Die 65-Jährige sagte, ihr Mann, der in Vietnam gekämpft und viele Freunde verloren habe, wisse über den «schrecklichen Preis, der bezahlt werden muss für Führer, die Sturheit mit Stärke verwechseln». Kerry sei ein Mann, der für die Freiheit und die Moral einstehe, der «immer in der ersten Reihe des Feuers steht».

Zuvor hatte der in den Vorwahlen der US-Demokraten gescheiterte Ex-Gouverneur Howard Dean seinen rastlosen Einsatz für Präsidentschaftskandidat Kerry angekündigt. In den Monaten bis zu Wahl werde er alles in seiner Kraft Stehende tun, um Kerry ins Weisse Haus zu helfen, sagte der frühere Gouverneur des Bundesstaates Vermont.

Der Sohn des verstorbenen republikanischen US-Präsidenten Ronald Reagan, Ron Reagan, warb für die Stammzellenforschung. Heftig umjubelt wurde auf dem Parteitag der junge Politiker Barack Obama, der als eine der grossen Hoffunungen der US-Demokraten gilt.

Zuvor hatten die Delegierten ein Wahlprogramm verabschiedet, in dem die von Präsident George W. Bush ausgegebene Doktrin eines Präventivschlages kritisiert wird. In dem Papier wird die Notwendigkeit betont, die Beziehungen der USA zu ihren traditionellen Verbündeten zu verbessern.

In dem Papier wird zudem die Notwendigkeit betont, die Beziehungen der USA zu ihren traditionellen Verbündeten zu verbessern. John Kerry wird nach den Worten von Senator Edward Kennedy als US-Präsident «die Wunden der Nation heilen und ein Symbol für Respekt sein in einer Welt, die sich wieder nach Frieden sehnt».

Unterdessen forderte Kerry auf einer Wahlkampfreise in Virginia, dass der Untersuchungsausschuss zu den Anschlägen vom 11. September 2001 seine Arbeit fortsetzen solle.

In den kommenden 18 Monaten müsse die Kommission ihre Arbeit trotz des vorgelegten Schlussberichts weiterführen, um sicherzustellen, dass die über 40 Reformvorschläge zur Erhöhung der Sicherheit in den USA auch wirklich umgesetzt würden, sagte Kerry. (sda)

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