Aktualisiert 19.12.2006 09:04

Terror auf dem Schulweg

Mit Maschinengewehren und Raketenwerfern lieferten sich Polizisten und Fatah-Anhänger heute morgen ein schweres Gefecht. Verängstigte Schüler mussten sich auf dem Schulweg in Gaza-City Deckung bringen.

Bei dem Gefecht wurden Augenzeugen zufolge ein Mensch getötet, mehrere weitere verletzt. Eine Gruppe von Schülern die auf dem Weg in die Schule war, suchte verzweifelt nach Deckung vor den Geschossen, welche die Kämpfer von den umliegenden Dächern feuerten.

Die Schiesserei brach auf dem Gelände des Schifa-Spitals aus, nachdem sich laut einer Mitteilung der Hamas Fatah-Anhänger von Präsident Mahmud Abbas daran gemacht hätten, das Krankenhaus zu stürmen.

Die Zusammenstösse zwischen Fatah- und Hamas-Anhängern begannen, nachdem Präsident Abbas am Wochenende vorgezogene Wahlen verkündet hatte. Die islamistische Hamas führt seit ihrem Wahlsieg im Januar die Palästinenser-Regierung.

Bei einem Militäreinsatz im Westjordanland erschossen israelische Soldaten am frühen Dienstagmorgen einen Palästinenser. Wie israelische Medien berichteten, wollten die Soldaten in Nablus drei Mitglieder der Al-Aksa-Märtyrerbrigaden, des militärischen Arms der Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, festnehmen.

Als die Männer flüchteten, hätten die Soldaten das Feuer eröffnet, hiess es. Ein Palästinenser sei getötet, die beiden anderen verletzt worden. Ein Sprecherin der Armee bestätigte den Vorfall zunächst nicht, kündigte aber an, die Berichte zu prüfen.

(sda)

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