Aktualisiert 24.05.2007 14:43

Terror in Falludscha: Mindestens 27 Tote

Bei einem Bombenanschlag auf eine Trauergemeinde in der westirakischen Stadt Falludscha sind mindestens 27 Menschen getötet worden. Mehr als 30 weitere Personen wurden verletzt.

Die Autobombe in der Aufständischen-Hochburg richtete sich gegen einen Trauerzug für einem Mann, der am frühen Donnerstag getötet worden war, wie ein Polizeisprecher weiter erklärte.

Die US-Armee hat 6000 Soldaten in der Region stationiert. Jüngsten Schätzungen des US-Kommandanten zufolge gehören rund drei Viertel der Extremisten in Falludscha und Umgebung Al-Kaida an.

Bei einem Sprengstoffanschlag auf Bauarbeiter in Bagdads Schiiten-Vorstadt Madinat as-Sadr wurden am Donnerstag zahlreiche weitere Menschen getötet.

Augenzeugen berichteten, die Bombe sei auf einem Platz explodiert, auf dem sich morgens Arbeit suchende Iraker versammeln. Da dort in den vergangenen Jahren schon fünf schwere Anschläge verübt worden waren, hat die Polizei das Gelände umzäunt.

Toter US-Soldat im Euphrat

Bei einer am Mittwoch aus dem Euphrat südlich von Bagdad geborgenen Leiche handelt es sich um einen seit fast zwei Wochen vermissten US-Soldaten.

Wie die US-Armee am Donnerstag weiter mitteilte, war der 20- jährige Soldat nach einem Rebellenangriff auf seine Patrouille bei Mahmudijah zusammen mit zwei weiteren Kameraden verschleppt worden. Den Angaben zufolge wurden am Mittwoch ausserdem erneut zwei US- Soldaten getötet worden.

Der US-amerikanische UNO-Botschafter Zalmay Khalilzad forderte unterdessen ein stärkeres Engagement der Weltorganisation im Irak. Das Land brauche internationale Hilfe, und diese müsse unabhängig von der Zustimmung zum dortigen US-Einsatz gegeben werden, sagte Khalilzad in einem Reuters-Interview in New York. (dapd)

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