Terror: Rallye Dakar schon vor dem Start am Ende
Aktualisiert

Terror: Rallye Dakar schon vor dem Start am Ende

Die 30. Rallye Dakar ist einen Tag vor dem geplanten Start aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Das erste Mal in ihrer Geschichte.

Dies erklärte der Sportdirektor des französischen Fernsehens, Daniel Bilalian, am Freitag dem Rundfunksender Europe-1. Die Wüsten-Rallye sollte am Samstag in Lissabon beginnen, acht Etappen sollten durch Mauretanien verlaufen.

Nach dem Mord an vier französischen Touristen dort am Heiligen Abend hatte Frankreich seinen Staatsbürgern dringend von Reisen in das Land abgeraten. Die Tat wurde militanten Islamisten mit Verbindungen zu Al Kaida zugeschrieben. Paris hatte vorgeschlagen, die Etappen durch Mauretanien zu streichen.

«Das ist ein harter Schlag, aber die Vernunft hat Vorrang», sagte Bilalian von France Télévisions, dem offiziellen Übertragungspartner für die Rallye, zu der kompletten Absage - der ersten in der Geschichte der Rallye. «Es gibt die Warnungen, und wenn es zu dem geringsten Vorfall gekommen wäre, ganz zu schweigen von Angriffen, wäre die Glaubwürdigkeit des Veranstalters in Frage gestellt worden.»

Die spektakuläre Wüstenrallye wird von der Amaury Sport Organisation (ASO) ausgerichtet. Diese bestätigte die Absage zunächst nicht, kündigte aber für den Laufe des Tages eine Pressekonferenz an. (dapd)

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