Aktualisiert 18.12.2008 20:46

IrakTerror-Verdacht gegen 24 Saddam-Nostalgiker

Im Irak sind 24 Offiziere wegen des Verdachts auf «terroristische Aktivitäten» festgenommen worden. Die Festgenommenen sollen Getreue des gestürzten Diktators Saddam Hussein sein.

«Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte gibt die Festnahme von 24 Offizieren des Innen- und des Verteidigungsministeriums bekannt, die nichts mit einem Putschversuch zu tun haben», erklärte am Donnerstag ein Sprecher der Militärkommandantur von Bagdad. .

Im Namen von Ministerpräsident Nuri al-Maliki erklärte der Sprecher Kassem Atta, die Festnahmen seien erfolgt, nachdem es Hinweise auf «terroristische Aktivitäten» gegeben habe. «Einige Offiziere» hätten «Gesetzlosen» und Anhängern des früheren Regimes von Saddam Hussein beigestanden.

Zunächst hatte es von Seiten des Innenministeriums geheissen, fast 40 Polizisten seien wegen eines versuchten Putsches gegen die Regierung Maliki festgenommen worden.

Die Ermittlungen beschränkten sich nicht auf das Innenministerium, hiess es in einer Erklärung dieses Ministeriums. «Wir haben ein Team von Ermittlern aus verschiedenen Sicherheitsbehörden gebildet», teilte Vize-Aussenminister General Ahmed Taha Abul Raghif mit.

Saddam-Hussein-Nostalgiker?

Ein anderer Vertreter des Innenministeriums, der nicht namentlich genannt werden wollte, erläuterte, die Festgenommenen hätten Verbindungen zur Partei Al-Auda, was auf arabisch «Rückkehr» heisst. In dieser Partei sind Getreue Saddam Husseins zusammengeschlossen, der 2003 durch den Einmarsch der US-geführten Truppen gestürzt worden war.

Zuerst hatte es aus Sicherheitskreisen in Bagdad geheissen, unter den festgenommenen Verschwörern seien ranghohe Mitarbeiter des Innenministeriums wie der für die Geheimdienste verantwortliche General Raghif. Der Vertreter des Innenministeriums dementierte diese Information jedoch und erklärte, vielmehr seien Raghifs Einheiten für die Festnahmen verantwortlich.

(sda)

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